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Wirtschaft Al-Wazir kündigt Gas-Krisenstab für Hessen an
Mehr Hessen Wirtschaft Al-Wazir kündigt Gas-Krisenstab für Hessen an
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16:56 22.07.2022
Tarek Al-Wazir (Grüne), hessischer Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef.
Tarek Al-Wazir (Grüne), hessischer Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef. Quelle: Jens Buettner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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Wiesbaden (dpa/lhe)

Mit einem Gas-Krisenstab will sich die hessische Landesregierung für einen möglichen Lieferstopp aus Russland rüsten. Zwar entspanne es die Gasversorgungssituation etwas, dass nach der Wartung der Pipeline Nord Stream 1 - wenn auch in reduziertem Umfang - wieder Gas aus Russland nach Deutschland geliefert werde und die Speicher langsam auffülle, erklärte Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Freitag nach Gesprächen mit Vertretern von Kommunen und Wirtschaft in Wiesbaden. Niemand wisse aber, ob der Gasfluss nicht doch vonseiten Russlands irgendwann komplett gestoppt werde. Deshalb müsse man sich von den unberechenbaren Entscheidungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin unabhängig machen und Vorsorge treffen, falls im Winter zu wenig Gas zur Verfügung stehe, so der Minister.

Ziel des Krisenstabs sei es, handlungsfähig zu sein, falls es mit Blick auf die Gaslieferungen doch zur Notfallstufe des Notfallplans Gas komme. «Darauf bereiten wir uns selbstverständlich rechtzeitig vor. Zur ersten regulären Sitzung des Krisenstabs laden wir noch in den Ferien ein», so Al-Wazir. Das Wirtschafts- und Energieministerium werde den Kistenstab Gas federführend leiten. Dazu gehöre auch ein E-Mail-Hotline, an die sich Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Unternehmen wenden können.

Zusätzlich soll - wie bereits in der Regierungserklärung Al-Wazirs vergangene Woche angekündigt - eine allgemeine Telefon-Hotline bei der LandesEnergieAgentur (LEA Hessen) eingerichtet werden: «Vom 1. August können sich alle, die Fragen rund um das Thema Energiesparen haben, an die neue Energie-Hotline wenden», erklärte der Minister. Die Telefonnummer werde rechtzeitig bekannt gegeben. Al-Wazir hatte gewarnt, die hessische Wirtschaft könnte im Falle der Notfallstufe «sehr hart» getroffen werden.