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Wirtschaft Aareal Bank will nach Rückkehr in Gewinnzone mehr Wachstum
Mehr Hessen Wirtschaft Aareal Bank will nach Rückkehr in Gewinnzone mehr Wachstum
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12:01 24.02.2022
Die Aareal-Bank in Wiesbaden.
Die Aareal-Bank in Wiesbaden. Quelle: Boris Roessler/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Die Aareal Bank will ihre kritischen Großaktionäre mit weiterem Wachstum überzeugen. Nachdem der Gewerbeimmobilien-Finanzierer im turbulenten Jahr 2021 inklusive geplatzter Übernahme überraschend stark in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt ist, sieht die Aareal-Spitze das Institut auf Kurs zu weiteren Gewinnsteigerungen. "Die Aareal Bank Gruppe ist in allen ihren Märkten sehr gut positioniert. Daraus werden wir in Zukunft noch mehr machen als bisher", kündigte der seit September amtierende Vorstandschef Jochen Klösges am Donnerstag in Wiesbaden an.

Das Risiko für ihre Kredite infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine hält die Aareal Bank für überschaubar. In der Ukraine sei das Institut nicht engagiert, aus Russland habe die Bank sich weitgehend zurückgezogen, sagte Finanzvorstand Marc Heß. Netto sei die Bank in Russland noch mit rund 200 Millionen Euro im Risiko. Dabei handele es sich um einen Bürokomplex in Moskau mit internationalen Mietern.

Im abgelaufenen Jahr verdiente die Aareal Bank unter dem Strich 53 Millionen Euro, vor allem dank einer um über 60 Prozent gesunkenen Risikovorsorge für drohende Kreditausfälle. Ein Jahr zuvor hatte das Institut 90 Millionen Euro Verlust verbucht. Das Betriebsergebnis legte von minus 75 Millionen auf plus 155 Millionen Euro zu.

Die Aktionäre sollen für 2021 eine Dividende von 50 Cent je Aktie erhalten. Hinzu kommt eine Ausschüttung von 1,10 Euro für 2020, die die Bank wegen der inzwischen gescheiterten Übernahme durch Finanzinvestoren zunächst zurückgehalten hatte.

Für 2022 und die kommenden Jahre hat sich der Vorstand deutliche Gewinnsteigerungen vorgenommen. So soll das Betriebsergebnis im laufenden Jahr auf 210 Millionen bis 250 Millionen Euro wachsen. Das wäre wieder annähernd die Größenordnung wie vor der Pandemie. Für 2024 peilt das Management einen weiteren Anstieg auf bis zu 350 Millionen Euro an. Dazu soll dann auch die IT-Tochter Aareon einen signifikanten Teil beisteuern, insbesondere durch weitere Zukäufe.

Klösges und sein Team stehen unter Druck. Anfang Februar war der Versuch der Finanzinvestoren Advent und Centerbridge gescheitert, sich mindestens sechzig Prozent der Aareal-Bank-Anteile zu sichern. Vorstand und Aufsichtsrat der Aareal Bank hatten das Übernahmeangebot ausdrücklich befürwortet. Die Großaktionäre Petrus Advisers und Teleios Capital Partners hatten sich der Übernahme widersetzt und fordern inzwischen den Rückzug von Aufsichtsratschef Hermann Wagner.

© dpa-infocom, dpa:220223-99-256008/3

dpa