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Wirtschaft ADAC-Vergleich: Preise im Frankfurter Nahverkehr moderat
Mehr Hessen Wirtschaft ADAC-Vergleich: Preise im Frankfurter Nahverkehr moderat
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15:46 04.11.2021
Ein Frau wartet am frühen Morgen an einer Haltestelle auf die Straßenbahn.
Ein Frau wartet am frühen Morgen an einer Haltestelle auf die Straßenbahn. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Die Menschen in Frankfurt müssen laut einer ADAC-Studie moderate Preise für Tickets im Nahverkehr bezahlen. Hessens größte Stadt schneidet im Vergleich deutscher Großstädte vor allem bei Einzelfahrscheinen und Tagestickets sehr gut ab, während die Kosten für Monatskarten hoch sind, zeigt die am Donnerstag in München veröffentlichte Analyse.

Demnach sind Fahrscheine für eine Kurzstrecke in Bussen und Bahnen mit 1,50 Euro in Frankfurt mit am billigsten - so preiswert sind sie unter den untersuchten Städten nur in Stuttgart und Bremen. In Berlin, Leipzig, Bonn und Köln kosten Kurzstrecken hingegen 2 Euro, so der Automobilclub.

Generell steht Frankfurt in dem Vergleich recht gut da. Bei Einzelfahrscheinen unterbieten laut ADAC nur Hamburg, Mannheim und Dresden den Tarif in der Mainmetropole von 2,75 Euro. In München zahlten Erwachsene für eine Fahrt hingegen mit 3,40 Euro am meisten. Bei Tagestickets ist Frankfurt mit 5,35 Euro sogar am billigsten. Frankfurt biete einige Tickets im Verkehrsverbund RMV sogar deutlich günstiger als im Jahr 2019 an, hieß es in der Studie.

Der ADAC hat die ÖPNV-Preise in 21 deutschen Großstädten mit mehr als 300.000 Einwohnern verglichen und dabei festgestellt, dass es keine einheitliche Preisgestaltung gebe. Die Ticketpreise im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wichen teils um mehr als 100 Prozent voneinander ab, erklärte der Automobilclub in München. "Und das, obwohl die Leistungen überwiegend gleichwertig sind."

Die größten Preisunterschiede wurden bei Wochenkarten entdeckt: In München fahren Erwachsene für 17,80 Euro, in Berlin für 36 Euro. Frankfurt lag mit 26,80 Euro im Mittelfeld. Wer ein Fahrrad mit in Bus und Bahn nehmen will, braucht in der Stadt am Main zudem gar nichts zu bezahlen - ebenso wie in Hamburg und Hannover. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, zu dem unter anderem Düsseldorf, Essen und Dortmund zählen, verlangt dagegen 3,60 Euro für ein Zweirad. Allerdings sind Monatskarten in Frankfurt mit 93,10 Euro recht teuer - nur Bonn, Köln und Hamburg verlangen für diese Karte mehr.

Die Analyse zeige, dass die Städte "von einheitlichen ÖPNV-Ticketpreisen noch meilenweit entfernt" seien, betonte der ADAC. "Für den Verbraucher und die Attraktivität des ÖPNV insgesamt wäre eine Vereinheitlichung der Preise auf möglichst niedrigem Niveau wünschenswert."

© dpa-infocom, dpa:211104-99-867602/2

dpa