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Politik Beschränkungen für Zoos, Spielplätze und Friseure gelockert
Mehr Hessen Politik Beschränkungen für Zoos, Spielplätze und Friseure gelockert
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14:32 01.05.2020
Volker Bouffier (CDU), Ministerpräsident von Hessen. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa Pool/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Die Corona-Beschränkungen für viele Freizeiteinrichtungen und Dienstleister werden in Hessen von Montag an gelockert. Unter anderem Spielplätze, Zoos, Botanische Gärten und Museen dürfen wieder öffnen, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Dabei müssen strenge Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Friseure, Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios sowie Massagepraxen dürfen von kommender Woche an wieder ihre Dienste anbieten.

"Dabei müssen die Anbieter für die gesamte Dauer des Kundenkontaktes eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen", hieß es. Dies gelte auch für Kunden, sofern die Behandlung dies erlaube. Grünes Licht gab Hessen unter anderem auch für Hundesalons und Hundeschulen sowie Copyshops und Musikschulen.

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"Wir haben die Pandemie noch lange nicht überstanden", mahnte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Nach wie vor habe der Schutz der Gesundheit höchste Priorität. "Wir halten unseren Kurs und lockern die Beschränkungen dort, wo wir es verantworten können", erklärte er. "Ein Wettbewerb zwischen den Ländern, wer am schnellsten die Rückkehr in die Normalität schafft, hilft niemandem." Hessen gehe schrittweise und bedacht vor und wolle den Menschen gleichzeitig eine Perspektive geben.

Am kommenden Mittwoch gehen die Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der Länder weiter. An diesem Tag stehen Konzepte zur Öffnung von Kitas, Schulen, Sportstätten, Restaurants und Gaststätten sowie das Thema "Handel" auf der Tagesordnung.

Hessische Museen, Ausstellungen, Schlösser und Gedenkstätten dürfen nach wie vor keine Gruppenführungen anbieten. Als Richtwert gilt, dass sich nur eine Person auf einer Fläche von 20 Quadratmetern aufhalten darf, wie die Staatskanzlei erläuterte. Auch Fahrschulen dürfen wieder öffnen, jedoch nur für Berufskraftfahrer.

Kliniken und ambulante Praxen können wieder medizinische Eingriffe und Operationen vornehmen, die bislang untersagt waren, wenn sie nicht zwingend notwendig waren. In den zurückliegenden Wochen waren solche Eingriffe verboten, um genügend Kapazitäten für Covid-19-Patienten vorzuhalten.

Die Landesregierung einigte sich außerdem darauf, dass in allen Gesundheitseinrichtungen wie zum Beispiel Krankenhäusern und Arztpraxen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss. Diese Pflicht gilt auch in Ladenstraßen und überdachten Einkaufszentren.

dpa

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