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Politik Wirtschaft für A49: Bessere Logistik und Fachkräftegewinnung
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08:52 20.09.2020
Gegen den Weiterbau der A49 richtet sich ein Plakat von Umweltschützern. Quelle: Boris Roessler/dpa/Archivbild
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Wetzlar/Homberg/Ohm

Die A49 soll nach dem geplanten Lückenschluss Kassel und Gießen miteinander verbinden. Der Ausbau ist umstritten, weil dafür unter anderem Teile des Dannenröder Waldes nahe Homberg/Ohm gerodet werden müssen, dagegen protestieren Umwelt- und Klimaschützer.

"Verstopfte Fernstraßen verlängern die Transport- und Warenumlaufzeiten und behindern häufig die von Endkunden in der Industrie geforderte Just-in-time-Lieferzeit", so Drechsel. Zudem helfe eine effiziente Verkehrsinfrastruktur dabei, auch die Kosten für Logistik und Treibstoff deutlich zu verringern, was direkt der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Betriebe zu Gute komme.

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Weitere Vorteile durch den Ausbau der A49 sieht der Verband aber auch bei der Gewinnung von Arbeitskräften in den Regionen Marburg, Gießen und Vogelsberg. "Denn häufig entscheiden bei der Wahl des Arbeitsplatzes nicht die Entfernung, sondern vorrangig die Fahrzeit darüber, für welchen Job sich Arbeitnehmern und Pendler entscheiden", so Drechsel. Nicht zuletzt dürfte die Attraktivität der Wirtschaftsräume Mittel- und Nordhessen für Investoren und Neuansiedlungen mit einem optimal ausgebauten Fernstraßennetz noch einmal deutlich gesteigert werden.

Ähnlich äußerte sich die Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg. Die Logistik für die bestehenden Unternehmen mit vielen tausend Arbeitsplätzen verbessere sich enorm, so deren Präsident Rainer Schwarz. Dadurch würden die Standorte und das Einkommen der Arbeitnehmer bei großen und kleinen Unternehmen gesichert. Zugleich steige auch die Wahrscheinlichkeit der Ansiedlung neuer Unternehmen.

dpa