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Politik Wie geht es Hessens Heuschrecken? Insektenstudie startet
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11:25 16.04.2020
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Wiesbaden

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hatte gemeinsam mit Bund und Ländern in den zurückliegenden zwei Jahren die Methodik mitkonzipiert. Zunächst liege der Fokus auf Heuschrecken und Wildbienen, sagte der HLNUG-Insektenexperte Niklas Krummel. Mit Daten über diese Arten könne man gute Rückschlüsse ziehen, wie es insgesamt um einen Lebensraum bestellt sei.

Für 2020 sind im Landeshaushalt 200 000 Euro für die Studie eingeplant, wie das Ministerium weiter mitteilte. Für die Folgejahre laufe derzeit die Haushaltsaufstellung. Die ersten Ergebnisse des Insektenmonitorings sollen nach derzeitiger Planung im Februar 2021 vorliegen. Schon jetzt gebe es aus anderen Studien in Hessen Daten zu bestimmten Artengruppen von Käfern, Libellen und Schmetterlingen.

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2017 hatten ehrenamtliche Insektenkundler des Entomologischen Vereins Krefeld Zahlen vorgestellt, die nicht nur die Fachwelt aufschreckten: Ihren Daten zufolge nahm die Gesamtmasse an Fluginsekten in Teilen Deutschlands von 1989 bis 2016 um mehr als 75 Prozent ab. Auch andere Studien zeigen, dass viele Insektenarten im Sinkflug sind: Bienen, Schmetterlinge, Köcherfliegen, Laufkäfer oder Ameisen, um nur einige zu nennen. Unter Fachleuten gibt es mittlerweile keinen Zweifel mehr, dass die Insekten schwinden.

dpa

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