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Politik Wenig Anträge auf Zuschüsse bei Verhütungsmitteln
Mehr Hessen Politik Wenig Anträge auf Zuschüsse bei Verhütungsmitteln
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05:14 05.09.2019
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Bad Hersfeld

"Entgegen unseren Erwartungen läuft es mit den Anträgen zum Verhütungsmittelfonds etwas schleppend, bisher haben wir zehn Anträge bewilligt. Daher möchten wir einkommensschwache Frauen - aber auch Männer - ermutigen, sich durch den Fonds unterstützen zu lassen", sagte die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz (SPD) als zuständige Sozialdezernentin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Der Landkreis hatte eine Vereinbarung mit der Beratungsstelle Pro Familia geschlossen. Das Ziel lautet: Verhütung dürfe nicht an mangelndem Geld scheitern. Das führe sonst zu ungewollten Schwangerschaften und unnötigen Abtreibungen.

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Für diese Jahr stehen 10 000 Euro zur Verfügung. Bezieher von Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem SGB II (Hartz IV), von Sozialhilfe (Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit nach dem SGB XII) sowie von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten auf Antrag finanzielle Hilfe beim Kauf von Verhütungsmitteln. Erstattungsfähig sind ausschließlich vom Arzt verordnete Verhütungsmittel wie Pille, Kupfer- oder Hormonspirale, Hormonimplantate, Dreimonatsspritze, Diaphragma oder Verhütungspflaster. Nicht übernommen werden Kosten für Kondome.

Die Verwaltung des Fonds liegt bei Pro Familia. Der Fonds ist eine freiwillige Leistung, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Zuschüsse für Verhütungsmittel leistet etwa auch der Vogelsbergkreis.

dpa

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