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Politik Weitere 2084 Corona-Infektionen gemeldet: 67 Todesfälle
Mehr Hessen Politik Weitere 2084 Corona-Infektionen gemeldet: 67 Todesfälle
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16:21 07.01.2021
Eine Laborantin sortiert Proben.
Eine Laborantin sortiert Proben. Quelle: Christophe Gateau/dpa/Archivbild
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Wiesbaden/Berlin

Innerhalb eines Tages sind in Hessen 2084 neue Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit wurden seit Beginn der Pandemie insgesamt 145 009 Fälle registriert, wie aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstag (Stand 00.00 Uhr) hervorgeht. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg um 67 auf 3278. Die Inzidenz, also die Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner, lag landesweit bei 126,3.

Mehrere Kreise liegen über einem Wert von 200: Gießen (294,4), Limburg-Weilburg (216,4), der Vogelsbergkreis (206,4) und Fulda (200,3). Ab diesem Wert soll künftig ein eingeschränkter Bewegungsradius von 15 Kilometer um den Wohnort gelten.

Bei der Interpretation der Zahlen sind laut RKI weiterhin die Auswirkungen der zurückliegenden Feiertage zu berücksichtigen, an denen möglicherweise weniger getestet und nicht alle Daten von den Behörden übermittelt wurden.

Die bislang registrierten Impfungen in Hessen lagen nach Daten des RKI am Donnerstag bei 44 122. Das waren 2824 mehr als am Vortag (Stand Mittwoch 11.00 Uhr). Diese Zahlen könnten allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegelten nicht die Menge der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, erläuterte das RKI.

Laut dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden in Hessen zuletzt 499 Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt (Stand: Donnerstag, 12.15 Uhr). Das entspricht 27 Prozent der belegten Betten; 265 Patienten wurden beatmet. Von 2101 Intensivbetten waren 1819 belegt. In 14 Landkreisen im Bundesland waren laut Divi fünf oder weniger Intensivbetten frei, keine freien Intensivbetten gab es demnach im Main-Taunus-Kreis sowie in den Landkreisen Offenbach und Groß-Gerau.

Im Klinikum Hanau gilt angesichts steigender Covid-19-Patientenzahlen von diesem Freitag an erneut ein genereller Besuchsstopp, wie die Stadt mitteilte. In dem ebenfalls in Hanau gelegenen St. Vinzenz Krankenhaus gelte ein solches generelles Besuchsverbot bereits seit 4. Dezember. "Wir haben versucht, den absoluten Besuchsstopp so lange wie möglich zu umgehen, die aktuell anhaltend hohe Infektionslage erfordert jedoch zwingend die weitere Einschränkung des Personenverkehrs und der Kontakte von außerhalb", sagt der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). Die Auslastung der Intensivstationen der Hanauer Kliniken habe in den vergangenen Tagen kontinuierlich über 90 Prozent gelegen. Ausnahmeregelungen gebe es für minderjährige Patienten, für die Geburtshilfe und Patienten in Ausnahmesituationen.

dpa