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Politik Wassergüte der Weser: Umweltministerin betont Fortschritte
Mehr Hessen Politik Wassergüte der Weser: Umweltministerin betont Fortschritte
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10:45 09.12.2021
Die hessische Verbraucherschutzministerin Priska Hinz (Grüne), spricht.
Die hessische Verbraucherschutzministerin Priska Hinz (Grüne), spricht. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Bei den Vereinbarungen der Weseranrainerländer sei zudem darauf geachtet worden, "dass nicht nur die Ökologie gewinnt, sondern dass die Menschen in der Region weiter Arbeit haben", sagte die Ministerin am Donnerstag im hessischen Landtag in Wiesbaden.

Die Salzbelastung der Weser soll in den nächsten Jahren weiter gesenkt werden. Darauf haben sich vor wenigen Wochen die für den Wasserschutz zuständigen Ministerien der sieben Bundesländer, die an der Flussgebietseinheit Weser beteiligt sind, verständigt. Das sind neben Hessen Bayern, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Festgelegt wurde eine stufenweise jährliche Absenkung der Zielwerte von heute 2310 auf 1580 Milligramm Chlorid pro Liter im Jahr 2024. Anschließend soll geprüft werden, ob für die Jahre 2026 und 2027 eine weitere Absenkung möglich ist. Der Kasseler Salz- und Düngemittelhersteller K+S leitet seit langem Salzabwässer in die Werra, einen der beiden Hauptquellflüsse der Weser. Umweltschützer bezeichnen die Folgen als dramatisch. Die Ökosysteme beider Flüsse seien weitgehend zerstört.

Für den Konzern hängt die Produktion im hessisch-thüringischen Kalirevier an der Entsorgung von Abwässern. Die Werra, die in die Weser mündet, ist ein wichtiger Entsorgungsweg. Zum Ende des Jahres läuft die bestehende Genehmigung zur Einleitung von Salz in die Weser aus. Sie kann nur nach den jetzigen Beschluss des Bewirtschaftungsplans durch die Umweltminister verlängert werden.

© dpa-infocom, dpa:211209-99-314990/2

dpa