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Politik Warnstreiks vor Tarifgesprächen im öffentlichen Dienst
Mehr Hessen Politik Warnstreiks vor Tarifgesprächen im öffentlichen Dienst
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12:43 22.03.2019
Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft Verdi, spricht mit Journalisten. Quelle: Britta Pedersen/Archiv
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Wiesbaden/Darmstadt/Kassel

Nach einem Aktionstag am 26. Februar ist es der erste Warnstreik in Hessen während der laufenden Tarifverhandlungen für die etwa 45 000 Beschäftigten. Die zweite Gesprächsrunde ist für den 28. und 29. März in Dietzenbach geplant.

Die Gewerkschaften fordern unter anderem sechs Prozent mehr Geld für die Mitarbeiter, mindestens aber 200 Euro mehr pro Monat. Das hatte Innenminister Peter Beuth (CDU) als "völlig überzogen und unangemessen" zurückgewiesen. Die Forderungen der Gewerkschaften würden das Land in Summe 750 Millionen Euro kosten. Die Gewerkschaften hatten ihre Forderungen mit der guten Kassenlage des Landes sowie auch dem harten Wettbewerb um Nachwuchskräfte begründet.

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Bei den Verhandlungen in Dietzenbach bei Offenbach soll eine Einigung für die Mitarbeiter im Land erzielt werden. Als einziges Bundesland ist Hessen 2004 aus der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) ausgetreten und verhandelt seitdem in Eigenregie. Anfang März hatten die Gewerkschaften Verdi und Beamtenbund dbb mit den in der TdL vertretenen Bundesländern eine Tarifeinigung für die rund eine Million Angestellten der Bundesländer erzielt. Sie bekommen stufenweise acht Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 33 Monaten.

dpa