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Politik Viertklässler dürfen doch nicht zurück an die Schulen
Mehr Hessen Politik Viertklässler dürfen doch nicht zurück an die Schulen
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17:02 24.04.2020
Ein Schüler sitzt zuhause an einem Tisch und lernt. Quelle: picture alliance / Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Kurz vor knapp stoppte ein Gericht die geplante Rückkehr der vierten Kassen ab dem kommenden Montag. Medizin-Studenten sollen helfen, die Kontakte von Infizierten nachzuverfolgen. Die letzten Urlaubsrückkehrer sind in Frankfurt gelandet. Und leere Stühle stehen für die Umsatzeinbußen in der Gastronomie. Was wichtig war beim Thema Corona im Überblick.

SCHULEN

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Am Montag (27. April) beginnt schrittweise wieder der Unterricht an Hessens Schulen. Die Vorbereitungen laufen seit Tagen auf Hochtouren. Viele Eltern, Schüler und Lehrer fühlen sich von der Landesregierung schlecht informiert und allein gelassen. Zunächst sollen die Abschlussklassen der weiterführenden Schulen zurückkehren. Doch für die Schüler an den vierten Klassen in Hessen wird der Unterricht nicht wie ursprünglich geplant am Montag wieder aufgenommen, wie das hessische Kultusministerium am Freitag mitteilte. Zuvor hatte der Verwaltungsgerichtshof des Landes die Schulpflicht für Viertklässler an Grundschulen in der Corona-Pandemie vorläufig außer Kraft gesetzt.

INFEKTIONEN

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen hat sich am Freitag in Hessen auf 7796 erhöht. Das waren 157 Fälle mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 13 auf 301. 865 Covid-19-Patienten lagen zuletzt in hessischen Krankenhäusern (Stand Donnerstag). 225 von ihnen waren Klose zufolge beatmungs- und intensivüberwachungspflichtig. Derzeit gibt es laut Sozialministerium 889 freie Beatmungsbetten in hessischen Krankenhäusern.

LEHRER

Jede fünfte Lehrkraft an hessischen Grundschulen kann in der Corona-Pandemie voraussichtlich nicht im Präsenzunterricht an den Schulen eingesetzt werden. Diese Lehrerinnen und Lehrer gehörten entweder selbst zu einer Risikogruppe oder lebten mit Menschen aus einer Risikogruppe zusammen, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Die Notbetreuung an Schulen und Kitas darf künftig auch für Kinder von Lehrern in Anspruch genommen werden.

KINOS

Die hessische Filmförderung stellt für die Kinos 500 000 Euro zusätzliche Soforthilfe bereit. "Durch die Pandemie werden die Kinos vor ganz besondere Herausforderungen gestellt", sagte Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne). "Wir alle merken, wie uns das vielfältige Kulturangebot in diesen Zeiten fehlt und wünschen uns, dass wir bald wieder Museen, Theater, Konzerte und auch Kinos besuchen können."

GASTRONOMIE

Mit leeren Stühlen haben Gastwirte auf die kritische Lage von Gaststätten und Hotels in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. An der bundesweiten Aktion am Freitag beteiligten sich nach Kenntnis des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Betriebe in Frankfurt und Rüdesheim. "Wir müssen leider davon ausgehen, dass nicht alle Betriebe die Krise überstehen werden", sagte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Dehoga Hessen, Kerstin Junghans.

MASKEN

In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr muss in ganz Hessen von Montag an eine sogenannte Alltagsmaske getragen werden. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) stellt ab Montag mehrere hunderttausend Einwegmasken. Sie sollen an rund zwei Dutzend Standorten ausgegeben werden. Die Stadt Bad Homburg kippte nach Protesten aber die geplante Maskenpflicht für die Fußgängerzone in der Innenstadt.

HILFEN

Bei kleineren hessischen Unternehmen bestehen Informationslücken zu den verschiedenen Hilfen in der Corona-Krise. Einer Umfrage der hessischen Industrie- und Handelskammern zufolge kannte jede vierte Firma nur den Soforthilfe-Topf, nicht aber weitere Unterstützungsmöglichkeiten. 81 Prozent haben bereits Soforthilfe beantragt oder haben dies vor, teilte der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) mit.

URLAUBER

Gut fünf Wochen nach Beginn der Rückholaktion der Bundesregierung ist die vorerst letzte Maschine der "Corona-Luftbrücke" in Frankfurt gelandet. Der vom Auswärtigen Amt gecharterte Flieger kehrte am Freitagmorgen aus dem südafrikanischen Kapstadt zurück. Insgesamt waren um die 240 000 Menschen aus verschiedenen Ländern zurückgekehrt.

GESUNDHEITSÄMTER

Die Gesundheitsämter in Hessen bekommen mehr Personal, um die Kontaktpersonen von Corona-Patienten zu ermitteln. Infektionsketten nachzuverfolgen bleibe "ein wichtiger Baustein zur Minimierung der Neuinfektionen", sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Freitag in Wiesbaden. 40 sogenannte Containment-Scouts sind für Hessen vorgesehen. Sie sollen voraussichtlich ab Mitte Mai beginnen.

BUSSE UND BAHNEN

Busse und Bahnen in Hessen fahren langsam ihr Angebot wieder hoch. Die Verkehrsunternehmen kehrten "nach und nach zum regulären Fahrtenangebot zurück", berichtete der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) am Freitag. Wegen der Corona-Pandemie hatten viele Anbieter die Zahl der Fahrten reduziert.

dpa

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