Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Vorbereitungen für Corona-Impfungen laufen auf Hochtouren
Mehr Hessen Politik Vorbereitungen für Corona-Impfungen laufen auf Hochtouren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:52 23.12.2020
Ein Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes steht im Klinikum.
Ein Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes steht im Klinikum. Quelle: Andreas Arnold/dpa
Anzeige
Wiesbaden

Die Vorbereitungen für die langerwarteten Impfungen gegen das Coronavirus laufen in Hessen auf Hochtouren. Mit Blick auf den Impfstart am Sonntag werde "unter Hochdruck" gearbeitet, es sei noch vieles in der Abklärung, sagte die Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Hessen, Gisela Prellwitz, am Mittwoch in Wiesbaden. Der Einsatz der DRK-Mitarbeiter sei vielfältig: Sie nehmen die Impfdosen entgegen, fahren die mobilen Impfteams zu ihren Einsatzorten oder helfen bei Verwaltungsaufgaben.

Das DRK wirkt in Hessen an 25 von 28 Corona-Impfzentren mit. Zunächst sind die mobilen Teams dieser Zentren im Einsatz, um Menschen in Senioren- und Pflegeheimen zu impfen.

Der erste Biontech-Impfstoff solle wie geplant am Samstag geliefert werden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Anschließend werden die Dosen im Land verteilt. Die Hälfte der Einheiten soll direkt verimpft werden. Die übrigen 5000 Dosen werden zwischengelagert, um in jedem Fall die wichtige zweite Impfung sicherzustellen. Zuerst kommen Menschen in Pflegeeinrichtungen sowie medizinisches Personal auf Covid-Intensivstationen dran.

Der Bund hatte Hessen weitere Lieferungen noch in diesem Jahr in Aussicht gestellt. Dabei handelt es sich um eine Größenordnung von weiteren fast 100 000 Impfdosen.

Sobald Impfstoff in ausreichendem Maße vorhanden und ein Großteil der Menschen in den Senioren- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern im Land geimpft ist, sollen voraussichtlich Mitte bis Ende Januar in einer nächsten Phase sechs zentrale Impfstellen in Hessen öffnen - in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Schrittweise und bei noch mehr Impfstoff sollen dann die restlichen 22 Impfzentren hochgefahren werden.

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen hat sich in Hessen am Mittwoch im Vergleich zum Vortag um 2411 erhöht. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie gezählten Fälle auf 125 049, wie aus Angaben des Robert Koch-Instituts in Berlin (RKI/Stand 0.00 Uhr) hervorgeht. Die Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, erhöhten sich um 96 auf 2296. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Inzidenz) lag landesweit bei 207,7.

Nach Angaben des Sozialministeriums wiesen 11 der 26 Landkreise und kreisfreien Städte eine Inzidenz von mehr als 200 auf. Den höchsten Wert hatte den Angaben zufolge der Odenwaldkreis mit 325,9. Liegt eine Region drei Tage in Folge über 200, wird eine nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr verhängt.

Von Kommunen selbst gemeldete Werte können von den RKI-Zahlen abweichen, da sie die Daten mit Zeitverzögerung weitergeben. Zahlen, die die Kommunen selbst nennen, sind in der Regel aktueller als die des RKI oder des hessischen Sozialministeriums in Wiesbaden.

Laut dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden zuletzt in Hessen 464 Corona-Patienten in Krankenhäusern auf Intensivstationen behandelt (Stand: Dienstag 22.19 Uhr). Das entsprach 24 Prozent aller belegten Intensivbetten. 245 Covid-19-Patienten wurden beatmet.

dpa