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Politik Von Investoren getragene Zahnarztzentren sind oft in Städten
Mehr Hessen Politik Von Investoren getragene Zahnarztzentren sind oft in Städten
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09:50 02.05.2020
Ein Zahnarzt behandelt einen Patienten. Quelle: Markus Scholz/dpa/Symbolbild
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Wiesbaden

In Hessen gibt es nach Einschätzung des Sozialministeriums genügend Zahnarztpraxen. Auch im ländlichen Raum sei die Versorgung sichergestellt, heißt es in einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Rainer Rahn im hessischen Landtag. Unter Beobachtung steht aber die Entwicklung bei den zahnmedizinischen Versorgungszentren.

Insgesamt 3043 Zahnarztpraxen kümmern sich derzeit nach Angaben der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hessen um Patienten, darunter 72 zahnmedizinische Versorgungszentren (ZMVZ). Das sind Einrichtungen, in denen mehrere Ärzte als Alternative etwa zu einer Gemeinschaftspraxis zusammenarbeiten. 14 dieser Versorgungszentren werden aktuell durch Investoren getragen, 11 davon haben ihren Sitz in den Städten Frankfurt, Kassel, Offenbach und Wiesbaden. Auch ein Großteil der anderen Zentren verteilt sich auf Städte wie Frankfurt, Wiesbaden, Kassel, Bad Homburg oder Darmstadt.

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Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) beobachtet nach eigenen Angaben in ganz Deutschland, dass sich die durch Investoren finanzierten Versorgungszentren in den vergangenen Jahren ganz überwiegend in bereits gut versorgten, urbanen Gegenden ansiedeln, in denen das Durchschnittseinkommen deutlich höher liegt als in vergleichbaren Gegenden. So auch in Hessen. "An der Versorgung ländlicher und strukturschwacher Gegenden beteiligen sich die Investoren nach unseren Erkenntnissen hingegen nur in sehr geringem Umfang", sagte der Pressesprecher der KZBV, Kai Fortelka. In Kombination mit dem demografischen Wandel drohten so Engpässe in ländlichen, strukturschwachen Gebieten.

Das bestätigt auch das Sozialministerium in seiner Ausführung: Die Konzentration investorengetragener Zentren auf städtische Gebiete könne zu einer Unterversorgung in ländlichen Gebieten führen. Das Thema werde auf verschiedenen Ebenen diskutiert. Aktuell werde der Sachverhalt geklärt, um die Rahmenbedingungen gegebenenfalls anzupassen. Es sei jedoch nicht geplant, die Zulassung dieser Zentren auf bestimmte strukturschwache Regionen zu beschränken. Hier sei eine Abstimmung zwischen Bund und den Ländern nötig, erklärte Ministeriumssprecherin Alice Engel auf Nachfrage.

dpa

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