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Politik Von Duell bis Neunkampf: Neue Oberbürgermeister gesucht
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05:49 11.03.2021
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Frankfurt/Main

Neue Stadtoberhäupter gesucht: In fünf größeren Kommunen in Hessen stehen am kommenden Sonntag (14. März) neben den Kommunal- auch die Direktwahlen von Oberbürgermeistern an. Aufgerufen zur Stimmabgabe sind Bürger in Hanau, Fulda, Bad Homburg, Marburg und Wetzlar. Dabei gibt es einmal ein Duell um den Rathausposten - in Marburg sogar einen Neunkampf.

FULDA: In der osthessischen Stadt Fulda kandidiert der 47-jährige CDU-Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld für eine zweite Amtszeit. Er hat nur einen Herausforderer: den 46 Jahre alten Juristen Jonathan Wulff, der für die SPD ins Rennen geht.

BAD HOMBURG: In der Hochtaunuskreis-Stadt treten vier OB-Kandidaten an - darunter der amtierende Rathauschef Alexander Hetjes (CDU). Bei einer Wiederwahl wäre es die zweite Amtszeit für den 41-Jährigen. Seine Rivalen sind der 60 Jahre alte Diplom-Volkswirt Armin Johnert von der Bürgerliste Bad Homburg (BLB), SPD-Mann und Rechtsanwalt Thomas Kreuder (60) sowie der 35-jährige Diplom-Soziologe Alexander Unrath von den Grünen. Über das neue Stadtoberhaupt können rund 46 000 Bürger abstimmen.

HANAU: Auch der seit 2003 amtierende OB von Hanau, Claus Kaminsky (SPD), will seinen Chefsessel im Rathaus der Brüder-Grimm-Stadt verteidigen. Der 61-Jährige hat es mit sechs Rivalen zu tun. Gegen ihn treten an: CDU-Kandidat und Teamleiter Jens Böhringer (35), die 49 Jahre alte Marketing-Managerin Anja Zeller (Grüne), Linken-Kandidat und Diplom-Sozialarbeiter Jochen Dohn (48) und der 40 Jahre alte Parlamentarische Referent Meysam Ehtemai (AfD). Als unabhängige Kandidaten gehen der 77-jährige Diplom-Chemiker Gerhard Stehlik und der Schauspieler Sven Zinserling (54) ins Rennen. Stimmberechtigt sind rund 67 000 Hanauer.

WETZLAR: In der mittelhessischen Stadt gibt es ebenfalls einen Siebenkampf ums Rathaus. Der 61 Jahre alte Amtsinhaber Manfred Wagner (SPD) möchte dabei zum zweiten Mal gewählt werden. Seine Herausforderer sind: der 33 Jahre alte Lehrer Michael Hundertmark (CDU), FDP-Kandidat und Diplom-Physiker Christoph Wehrenfennig (40), der 54 Jahre alte Kaufmann Thomas Hantusch von der rechtsextremen NPD, der Landtagsabgeordnete Hermann Schaus (65) für die Linken, AfD-Kandidat und Büroleiter Lothar Mulch (59) sowie der 37 Jahre alte Autor Dominic Harapat von der Satirepartei Die Partei. Abstimmen können am Sonntag rund 39 800 Bürger.

MARBURG: In der Uni-Stadt haben gleich neun Kandidaten auch von kleineren Parteien oder Gruppen ihren Hut in den Ring geworfen. Der 58-jährige OB Thomas Spies (SPD) kämpft bei der Wahl um eine zweite Amtszeit. Ins Rathaus wollen auch: der Landtagsabgeordnete Dirk Bamberger (CDU, 48), die 41-jährige Richterin Nadine Bernshausen (Grüne), die 76-jährige Journalistin Renate Bastian (Linke) und der 51 Jahre alte Oberstudienrat Michael Selinka (FDP).

Die Kauffrau Andrea Suntheim-Pichler (55) tritt für die Bürger für Marburg (BfM) an, der Selbstständige Jounes Erojo (43) für Marburg24 (MR-24), der Softwareentwickler Frank Michler (44) für die Bürgerliste Weiterdenken (WDMR) und die 20 Jahre alte Studentin Mariele Diehl für die Klimaliste. Wer ins Rathaus einzieht, darüber können rund 58 000 Marburger und Marburgerinnen entscheiden.

Falls die nötige Mehrheit nicht zustande kommt, werden die Stimmberechtigten in den fünf Städten bei einer Stichwahl über den oder die neue OB abstimmen.

© dpa-infocom, dpa:210311-99-772928/2

dpa