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Politik Frankfurter Awo: Wahl des neuen Präsidiums im Februar
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19:22 18.01.2020
Das Logo der AWO an der Fassade der Kreisverbands-Geschäftsstelle in Frankfurt am Main.
Das Logo der AWO an der Fassade der Kreisverbands-Geschäftsstelle in Frankfurt am Main. Quelle: Andreas Arnold/dpa
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Frankfurt/Main

Nach Wochen der Krise bei der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) zeigte sich Awo-Bundesvorstandschef Wolfgang Stadler nach der Kreiskonferenz am Samstag erstmals optimistisch: Die "Selbstreinigungskräfte" funktionierten, sagte er nach dem nichtöffentlichen Treffen. "Ich bin zum ersten Mal richtig optimistisch, dass die Frankfurter Awo eine Chance hat." Etwa 100 Vertreter der Ortsvereine und weitere Awo Mitglieder waren am Samstagnachmittag mitten in einer schweren Vertrauenskrise zu ihrer Kreiskonferenz zusammen gekommen.

Das turnusgemäße Treffen fiel in turbulente Zeiten: Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugs- und Untreueverdachts gegen mehrere Awo-Vertreter, am Dienstag gab es in diesem Zusammenhang Durchsuchungen von Büros und Privatwohnungen. Hinzu kommen Medienberichte über ungewöhnlich hohe Gehälter und Luxus-Dienstwagen, die auch eine Prüfung durch den Awo-Bundesverband auslösten. Das bisherige Präsidium stellte seine Ämter bereits im Dezember zur Verfügung.

Auch aus formalrechtlichen Gründen konnte am Samstag nicht über ein neues Präsidium entschieden werden, wie Sitzungsleiterin Sylvia Schenk sagte. Doch in vier Wochen soll es auf einer weiteren Kreiskonferenz die Wahl eines neuen Präsidiums geben, erste Kandidaten hätten sich bereits gemeldet.

Bis dahin sollen Übergänge geschaffen werden, sagte Stadler. "Das Tagesgeschäft muss weiter laufen", sagte er mit Blick auf die Arbeit der Awo-Einrichtungen. Zufrieden zeigte er sich mit der Aufbruchsstimmung auf dem Treffen und dem Willen der Ortsvereine, nun Aufklärung voran zu treiben: "Das war eine der besten Sitzungen, die ich erlebt habe."

"Ich denke, es werden auf jeden Fall deutliche Worte fallen" sagte Klemens Mielke, der Vorsitzende des Awo-Ortsvereins Nied, vor dem Treffen. Ebenfalls vor dem Treffen hatte ein Sprecher des Kreisverbands angekündigt, dass "auf mehrfachen Wunsch aus der Mitgliedschaft und den Ortsvereinen" die angesetzte Neuwahl des Präsidiums voraussichtlich auf einem späteren Zeitpunkt verschoben werde.

dpa