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Politik Verdi: Proteste vor nächster Verhandlung möglich
Mehr Hessen Politik Verdi: Proteste vor nächster Verhandlung möglich
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06:10 10.09.2021
Ein Angestellter trägt eine Mütze mit dem Verdi-Logo.
Ein Angestellter trägt eine Mütze mit dem Verdi-Logo. Quelle: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild
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Wiesbaden

Die Friedenspflicht ende am 1. Oktober, sagte eine Verdi-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Es sei zwar für die Zeit danach noch nichts beschlossen worden. Aktionen seien aber möglich.

Verdi fordert gemeinsam mit weiteren Gewerkschaften für die rund 45 000 Landesbeschäftigten fünf Prozent mehr Geld, mindestens aber eine Erhöhung um 175 Euro für die Mitarbeiter. Innenminister Peter Beuth (CDU) lehnte diese Forderung zum Auftakt der Verhandlungen als deutlich überzogen und nicht generationengerecht ab. Die nächsten Gespräche sollen am 14. Oktober in Dietzenbach (Landkreis Offenbach) stattfinden.

Verhandelt wird für die Mitarbeiter der Landesverwaltungen, der Straßenmeistereien, der Forstwirtschaft, bei Gerichten, im Justizvollzugsdienst sowie im Sozial- und Erziehungsdienst und anderen Landeseinrichtungen. Das Tarifergebnis soll nach den Vorstellungen der Gewerkschaften zeit- und inhaltsgleich auf die Beamtinnen und Beamten in Hessen übertragen werden.

Das Land Hessen hat noch keine Vorschläge präsentiert. Hessen war im Jahr 2004 als einziges Bundesland aus der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) ausgetreten und verhandelt seitdem in Eigenregie. Eine Rückkehr in die TdL könnte sich das Land nach Angaben des Innenministeriums nur vorstellen, wenn die mehr als 150 Abweichungen des "Hessentarifs" auch von den anderen Ländern übernommen würden. Dazu zählten etwa das Landesticket sowie eine Kinder- und eine Fachkräftezulage.

© dpa-infocom, dpa:210910-99-161608/2

dpa