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Politik Verband fordert bessere Beratung für pflegende Angehörige
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08:24 11.05.2021
Paul Weimann, Vorsitzender des VdK Hessen-Thüringen.
Paul Weimann, Vorsitzender des VdK Hessen-Thüringen. Quelle: Michael Reichel/dpa/Archivbild
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Frankfurt/Main

Eine Umfrage zum Thema sollte am Dienstag veröffentlicht werden.

Mehr als 3000 pflegende Angehörige aus den beiden Bundesländern berichteten darin über ihre Lage. Dabei hätten sich große Defizite gezeigt, erklärte VdK-Landesvorsitzender Paul Weimann. Die Umfrage zeige, wo Handlungsbedarf bestehe: "Wir verstehen sie als einen deutlichen Auftrag an die Politik, pflegende Angehörige besser zu unterstützen."

Zahlreiche Umfrage-Teilnehmer gaben an, keine oder nur unzureichende Beratung erhalten zu haben. Dadurch wüssten sie zum Teil nichts von Angeboten, die sie entlasten könnten, wie Reha-Maßnahmen oder Kursen. Dasselbe gelte für den Entlastungsbetrag von 125 Euro im Monat, der jedem Pflegebedürftigen zustehe - nicht einmal die Hälfte der Befragten habe dieses Geld beantragt.

Klagen gab es auch über die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der VdK fordert für Pflegende den Rechtsanspruch auf eine teilweise oder vollständige Freistellung von der Arbeit, analog zur Elternzeit. Fast die Hälfte der Befragten lässt sich von einem ambulanten Pflegedienst unterstützen. Die Arbeit wurde positiv gesehen - einzig die Zeit wird als zu knapp bewertet.

© dpa-infocom, dpa:210511-99-549841/2

dpa