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Politik Tierschutzbeauftragte bemängelt Kontrollen von Bauernhöfen
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13:40 11.03.2018
Die jetzige hessische Tierschutzbeauftragte Madeleine Martin 1998. Quelle: Andreas Gebhard/Archiv
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Wiesbaden

Die Veterinärämter seien deutschlandweit seit Jahren chronisch unterbesetzt.

Es komme aber auch vor, dass Amtstierärzte aus Verbundenheit mit der Landwirtschaft, fehlendem Engagement oder Angst um ihre Karriere über Missstände hinwegsähen. Nicht einmal unrechtmäßig erhaltene EU-Fördermittel würden Tierärzte in solchen Fällen kürzen lassen.

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Die Landestierschutzbeauftragte fordert mehr Tierärzte und Verwaltungsmitarbeiter in Veterinärämtern. Der Bund müsse die Länder dabei finanziell unterstützen. Außerdem sollten engagierte Amtstierärzte unterstützt werden.

Am Dienstag waren drei Tierschützer vor dem Oberlandesgericht Naumburg (Sachsen-Anhalt) freigesprochen worden. Sie waren in eine Schweinemastanlage eingebrochen und hatten schwerste Missstände aufgedeckt. Die staatlichen Überwachungsbehörden hätten dort anscheinend massiv versagt, teilte Martin mit. Das Urteil sei eine Ohrfeige für Veterinärbehörden, die von Missständen wüssten, sie aber nicht ahnden.

dpa