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Politik Tierschutz für Einhaltung des Ferkel-Kastrationsverbotes
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13:55 31.08.2018
Ferkel.
Ferkel. Quelle: Jens Büttner/Archiv
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Wiesbaden

Die laufende Diskussion über das für den 1. Januar 2019 geplante Verbot zeige, dass die Bundesregierung und verschiedene Vertreter landwirtschaftlicher Organisationen das Tierschutzgesetz offensichtlich nicht ernst nehmen würden, erklärte Martin.

Nach ihrer Ansicht gibt es bereits seit vielen Jahren tiergerechte Alternativen, die eine Kastration überflüssig machten. Ferkel werden kastriert, um den von vielen Verbrauchern als störend empfundenen Ebergeruch beim Erhitzen des Fleisches auszuschließen. Bisher war es üblich, dass Landwirte die Tiere kurz nach ihrer Geburt ohne Betäubung kastrierten.

Diese seit Jahren nur geduldete Praxis wird mit Beginn des nächsten Jahres nicht mehr erlaubt sein. Martin lehnt zudem die Forderung des Bauernverbands nach einer Lokalanästhesie der Tiere ab, zumal das dafür vorgesehene Medikament in Deutschland nicht einmal zugelassen sei. Bei der Agrarministerkonferenz in Münster hatte es Ende April keine gemeinsame Linie in dem Konflikt gegeben.

dpa