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Politik Studie: Im Vergleich hohe Grundsteuer in Hessens Kommunen
Mehr Hessen Politik Studie: Im Vergleich hohe Grundsteuer in Hessens Kommunen
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07:12 20.08.2019
Zahlreiche Euro-Banknoten liegen übereinander. Foto: Daniel Reinhardt/Archivbild
Stuttgart

Die hessischen Kommunen verlangen einer Studie zufolge im bundesweiten Vergleich mit die höchste Grundsteuer auf bebaute oder bebaubare Grundstücke. Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young hervorgeht, beträgt der Hebesatz für die Grundsteuer B in Hessen im Schnitt 442 Prozent (Stand 31.12.2018).

Nur in Nordrhein-Westfalen liegt dieser Wert mit durchschnittlich 540 Prozent noch höher. Verglichen wurden die Flächenländer. Je Einwohner ergab sich dadurch laut Studie im Jahr 2018 in Hessen eine Steuerbelastung von durchschnittlich 183 Euro (NRW: 206 Euro).

Vereinfacht gesagt, wird zur Berechnung der Grundsteuer B für jedes bebaute oder unbebaute Grundstück ein individueller Wert ermittelt, der beispielsweise von der Ausstattung sowie Größe des Hauses und des Grundstückes abhängt. Der Steuermessbetrag wird dann mit dem jeweiligen, von der Kommune selbst festgelegten Hebesatz multipliziert. Daraus ergibt sich dann die zu zahlende Grundsteuer B, die eine wichtige Einnahmequelle für Städte und Gemeinden ist. Sie trifft so gut wie alle - sowohl Hausbesitzer als auch Mieter über die Mietnebenkosten.

Auf den höchsten Wert in Hessen wie auch bundesweit kommt Lautertal im Odenwald mit 1050 Prozent. Am wenigsten verlangt landesweit Eschborn im Main-Taunus-Kreis, dort beträgt der Hebesatz 140 Prozent. Zwischen 2013 und 2018 haben der Untersuchung zufolge 94 Prozent der Kommunen in Hessen die Sätze erhöht, diese stiegen um knapp 40 Prozent, so viel wie in keinem anderen Flächenland. Zusammen mit der Grundsteuer A, die auf land- und forstwirtschaftliche Flächen erhoben wird, kamen die Kommunen in Hessen der Untersuchung zufolge im Jahr 2018 auf Einnahmen von knapp 1,2 Milliarden Euro.

Bei der Gewerbesteuer, die Kommunen von Unternehmen und Gewerbetreibenden verlangen, liegt Hessen im Vergleich der deutschen Flächenländer im Mittelfeld. Der durchschnittliche Hebesatz lag zum 31.12.2018 in dem Bundesland bei 382, das waren 1,6 Punkte mehr als ein Jahr zuvor. Zwischen 2013 und 2018 gab es nach Mecklenburg-Vorpommern in Hessen mit einem Plus von 9 Prozent den höchsten Anstieg bei den Gewerbesteuer-Hebesätzen. Am wenigsten verlangt Gründau im Main-Kinzig-Kreis mit 300 Prozent, am meisten die Stadt Heringen (Werra) im Kreis Hersfeld-Rotenburg und die nordhessische Gemeinde Ringgau (Werra-Meißner-Kreis) mit jeweils 480 Prozent.

dpa

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