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Politik Studie: Hessens Kitas haben zu wenig Personal
Mehr Hessen Politik Studie: Hessens Kitas haben zu wenig Personal
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05:37 25.08.2020
Ein Kind sitzt in einer Kindertagesstätte auf einem Rutschfahrzeug.
Ein Kind sitzt in einer Kindertagesstätte auf einem Rutschfahrzeug. Quelle: Uwe Anspach/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Demnach war der Personalschlüssel für rund 138 800 Kita-Kinder nicht kindgerecht. In mehr als drei Viertel (81 Prozent) der erfassten Kita-Gruppen habe es zu wenig Fachpersonal gegeben.

Im Jahr 2019 hat rechnerisch jede Fachkraft in Krippen durchschnittlich 3,8 Kinder betreut. In Kindergartengruppen lag die Quote bei 9,6 Kindern pro Fachkraft. Damit hat sich Hessen seit dem vorigen Ländermonitoring nicht verbessert. Ein kindergerechtes Verhältnis von Kindern zu Erziehern hat das Land laut Bertelsmann Stiftung noch nicht erreicht: Diese liege bei einem Verhältnis von 3,0 Krippen-Kindern und 7,5 Kindergartenkindern pro Fachkraft.

Von allen erfassten Kita-Gruppen seien in Hessen 55 Prozent zu groß, bundesweit war das bei 54 Prozent der Fall. Bei den Kindern ab drei Jahren seien 87 Prozent der Gruppen von ungünstigen Größen betroffen, bei den jüngeren 20 Prozent.

Dabei kommt es laut den Machern der Studie in Hessen darauf an, wo man wohnt. So musste im vergangenen Jahr eine Fachkraft im Landkreis Hersfeld-Rotenburg rein rechnerisch mehr als vier Kindergartenkinder mehr betreuen als in Darmstadt. Das sei nach Rheinland-Pfalz die zweitgrößte regionale Streuung im Bundesvergleich.

Die Qualifikation des Personals liegt in Hessen im deutschlandweiten Vergleich auf einem mittleren Niveau. So sind laut Studie 69 Prozent des pädagogischen Personals als Erzieherin und Erzieher ausgebildet. Dies entspreche in etwa dem westdeutschen Durchschnitt von 66 Prozent, liege aber deutlich unter dem der ostdeutschen Bundesländer (82 Prozent). Allerdings haben in Hessen zehn Prozent der Fachkräfte eine Hochschulausbildung. Dies sei bundesweit neben Sachsen der höchste Anteil, so die Autorinnen der Studie.

dpa