Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Studie: Grundsteuer in Hessen am stärksten gestiegen
Mehr Hessen Politik Studie: Grundsteuer in Hessen am stärksten gestiegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:48 17.09.2020
Anzeige
Stuttgart

Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young hervor. Der Anstieg in Hessen war mit Stand Ende 2019 im Vorjahresvergleich zuletzt bundesweit sogar am höchsten.

Im Schnitt wurde der Hebesatz binnen Jahresfrist um 17,9 Punkte auf 460 Prozent erhöht, das ergab rein rechnerisch eine Steuerbelastung von 192 Euro pro Einwohner und Jahr, 9 Euro mehr als noch Ende 2018. Nur in Nordrhein-Westfalen lag unter den Flächenländern der Hebesatz zuletzt noch höher (546 Prozent).

Anzeige

Die Grundsteuer setzt sich aus drei Faktoren zusammen: Zuerst wird ein Wert ermittelt, der etwa von Ausstattung und Größe des Hauses und des Grundstückes abhängt. Der sogenannte Einheitswert wird dann mit der Steuermesszahl und dem jeweiligen, von der Kommune selbst festgelegten Hebesatz multipliziert.

Dies ergibt dann die zu zahlende bauliche Grundsteuer, die eine wichtige Einnahmequelle für Städte und Gemeinden ist. Sie trifft so gut wie alle Bürger, sowohl Hausbesitzer als auch Mieter über die Mietnebenkosten.

Auf den höchsten Wert in Hessen wie auch bundesweit kommt nach wie vor Lautertal im Odenwald mit 1050 Prozent. Am wenigsten verlangt landesweit Eschborn im Main-Taunus-Kreis, dort beträgt der Hebesatz 140 Prozent.

dpa