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Politik Studie: Frankfurts Lehrer arbeiten mehr als sie müssten
Mehr Hessen Politik Studie: Frankfurts Lehrer arbeiten mehr als sie müssten
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11:39 23.09.2020
Blick in ein Klassenzimmer. Quelle: Arne Dedert/dpa/Symbolbild/Archiv
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Frankfurt/Main

"53 Prozent der Lehrkräfte liegen mit ihrer Ist-Arbeitszeit über ihrem individuellen Soll und leisten Mehrarbeit", sagte Studienleiter Frank Mußmann. Die meiste Mehrarbeit gebe es an Kooperativen Gesamtschulen. In einer durchschnittlichen Arbeitswoche arbeiteten Lehrer Montag bis Mittwoch jeweils neun Stunden, danach acht und sieben Stunden. Am Wochenende kämen durchschnittlich Samstag zwei und Sonntag drei Stunden dazu.

"Zwei von drei Lehrkräften in Frankfurt haben den Eindruck, dass der Arbeitsdruck in den letzten 12 Monaten noch weiter zugenommen hat", stellte der Studienleiter fest. Die Befragung wurde zwischen dem 10. Februar und 8. März vorgenommen, also bevor die Schulen wegen der Corona-Pandemie geschlossen wurden. "Seit Ausbruch der Corona-Krise hat die Arbeitsbelastung für die Lehrkräfte deutlich zugenommen", sagte Maike Wiedwald, Vorsitzende der Gewerkschaft GEW Hessen.

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Hessische Lehrkräfte liegen laut der Bildungsgewerkschaft GEW mit ihrer gesetzlichen Jahresarbeitszeit an der Spitze der Bundesländer. Die "kalulatorische Soll-Arbeitszeit" beträgt 47,5 Stunden; real sind es der Studie zufolge 48,5 Stunden. In dieser Berechnung wird die zu erbringende Jahresarbeitszeit ausschließlich auf die Schulwochen umgerechnet.

dpa