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Politik Stoltenberg: Druck im Verhältnis zu Russland
Mehr Hessen Politik Stoltenberg: Druck im Verhältnis zu Russland
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11:04 15.05.2021
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg spricht.
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg spricht. Quelle: Stephanie Lecocq/Pool EPA/dpa
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Frankfurt/Brüssel

So lange es militärische Bedrohung gebe, "müssen wir glaubwürdige Abschreckung erst mal haben", sagte er bei Nachfragen zu Militärausgaben und ziviler Friedenssicherung.

Als Beispiel für die Balance von Druck und Dialog nannte er das Verhältnis zu Russland. "Wir bieten Dialog an, aber Russland verhält sich weiterhin aggressiv, sowohl zu Hause als auch international", sagte er mit Blick auf die Ukraine, Georgien und den Umgang mit Kremlkritiker Alexej Nawalny. "Wir müssen den wirtschaftlichen Druck und die Sanktionen aufrechterhalten, während wir gleichzeitig ein Gesprächsangebot machen."

Auf die Frage, welche Rolle religiöse Führer bei der Lösung von Konflikten spielen könnten, sagte Stoltenberg, Religion könne zwar ein Teil der Lösung sein, ebenso aber ein Teil des Problems. Dies gelte nicht nur für islamistischen Terror des IS, sondern etwa auch den norwegischen Rechtsextremisten Anders Breivik, der seine Taten aus seinem Glaubensbild zu rechtfertigen versucht habe.

Die Diskussion war wegen Corona ohne Publikum aufgezeichnet worden. Der noch bis Sonntag laufende Kirchentag findet großenteils digital statt.

© dpa-infocom, dpa:210515-99-606823/2

dpa