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Politik Stimmen im Landtag fordern Lockerung der Blutspende-Regeln
Mehr Hessen Politik Stimmen im Landtag fordern Lockerung der Blutspende-Regeln
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13:10 25.06.2020
Ein Mitarbeiter des DRK-Blutspendedienstes verstaut eine Blutkonserve in einem Kühlbehälter. Quelle: Thomas Frey/dpa/Symbolbild
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Wiesbaden

Derzeit seien Männer, die Sex mit Männern haben, faktisch von der Blutspende ausgeschlossen. "Wollen sie Blut spenden, müssen sie zwölf Monate lang enthaltsam leben. Das ist diskriminierend und medizinisch nicht zu begründen", erklärte Martin.

Auch der gesundheitspolitische Sprecher der CDU, Ralf-Norbert Bartelt, nannte diese Regelung "nicht mehr zeitgemäß". "Ich plädiere heute dafür, dass jeder Mensch Blut spenden darf, der vier Monate in einer monogamen Beziehung lebt." Damit würde die Möglichkeit zur Blutspende am Risikoverhalten ausgerichtet und nicht an der sexuellen Orientierung.

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Wiebke Knell von der FDP erklärte, für die Blutspende sei der Gesundheitszustand eines Menschen entscheidend. "Deshalb sollte die Frage nach dem sexuellen Risikoverhalten hetero- und homosexuellen Männern und Frauen gleichermaßen gestellt werden." Diese Meinung unterstützte auch die SPD-Abgeordnete Ulrike Alex.

Andreas Lichert von der AfD-Fraktion erklärte dagegen, die Entscheidung über die Zulassung zur Blutspende gehöre in die Hände von Medizinern und Wissenschaftlern und nicht in die Hände von Politikern.

dpa