Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Stephan E. war möglicherweise doch nicht auf Nazi-Treffen
Mehr Hessen Politik Stephan E. war möglicherweise doch nicht auf Nazi-Treffen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:23 24.06.2019
Das Clubhaus des Schützenclubs 1952 Sandershausen, wo der Verdächtige im Mordfall Lübcke Mitglied war. Quelle: Göran Gehlen/Archivbild
Dresden/Kassel

Das ARD-Magazin "Monitor" hatte berichtet, dass Stephan E. an einem Neonazi-Treffen in Mücka (Landkreis Görlitz) teilgenommen haben soll. Dort soll er dem Bericht zufolge zusammen mit Mitgliedern der Neonazigruppen "Combat 18" und "Brigade 8" fotografiert worden sein. Zuerst hatte "Spiegel Online" über die mögliche Verwechslung berichtet.

Der "Monitor"-Beitrag stützt sich auf Fotos, die das Magazin gemeinsam mit einem Gutachter ausgewertet hat. Doch nach dpa-Informationen hat sich inzwischen ein Mann bei den Ermittlern gemeldet, der auf den Fotos mit E. verwechselt worden sein soll. Eine Teilnahme von Stephan E. an dem Treffen hätte den Aussagen des Verfassungsschutzes widersprochen, dass E. in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr so deutlich als Rechtsextremist in Erscheinung getreten sei.

Der WDR erklärte, dass der "Monitor"-Redaktion das Identitätsgutachten des Sachverständigen für Fotoforensik vorliege. Das Gutachten spreche von "unwiderlegbaren Übereinstimmungen" und sehe "die Identität der Person Stephan E. als sichtbare Person auf den Lichtbildern als praktisch erwiesen" an. Bisher habe die Redaktion keinen Anlass, an der Seriosität dieses Gutachtens und seines Verfassers zu zweifeln. Die Redaktion prüfe derzeit die neuen Hinweise.

Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses im hessischen Wolfhagen-Istha niedergeschossen worden. Dringend tatverdächtig ist E., der 45-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft stuft das Verbrechen als politisches Attentat mit rechtsextremem Hintergrund ein.

dpa

Die landeseigene hessische Wohnungsbaugesellschaft will ihren Gewinn aus dem Jahr 2018 nutzen, um neuen Wohnraum zu schaffen. Langfristig soll die Zahl der Wohnungen der Nassauischen Heimstätte von 60 000 auf 75 000 steigen, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Montag in Wiesbaden.

24.06.2019

Hessens Datenschutzbeauftragter Michael Ronellenfitsch stellt am heutigen Montag in Wiesbaden seinen Jahresbericht 2018 vor. Eines der Themen dürfte die Reform des europäischen Datenschutzes sein, die sich auch auf Hessen auswirkt.

24.06.2019

Der neue Bürgermeister im mittelhessischen Aßlar heißt Christian Schwarz. Bei der Stichwahl am Sonntag setzte sich der 38 Jahre alte Kandidat der Freien Wähler mit 62,5 Prozent der Stimmen gegen seinen Konkurrenten von der SPD, Markus Keiner, durch.

23.06.2019