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Politik Start von E-Tretrollern: Frankfurt sieht darin keinen Nutzen
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16:12 29.04.2019
Ein Mann fährt mit einem E-Tretroller des US-amerikanischen E-Scooter-Sharing Anbieters «Bird». Quelle: Nicolas Armer/Archivbild
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Frankfurt/Wiesbaden

Angesichts des geplanten bundesweiten Starts von elektrischen Tretrollern hat Frankfurt vor "erheblichem Konfliktpotenzial" für den Verkehr der Stadt gewarnt. Neun Anbieter von E-Scootern wollten in Frankfurt ihre Dienste anbieten, teilte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling am Montag mit. Einige hätten angegeben, "gleich mit 2000 bis 3000 Rollern Frankfurt fluten zu wollen". Frankfurt sei aber zu eng, um ein weiteres Verkehrsmittel aufzunehmen.

Oesterling sieht keinen verkehrspolitischen Nutzen in den Tretrollern. Anders als in anderen Großstädten Deutschlands gebe es in Frankfurt "keine Erschließungslücken" im öffentlichen Nahverkehr. "Es leuchtet mir nicht ein, wer aus verkehrlicher Notwendigkeit heraus für mehr als ein Euro einen Tretroller mieten sollte, um die paar Meter zur nächsten Haltestelle zu überwinden", erklärte Oesterling. Wer sie miete, wolle Spaß haben. Mit der geplanten Verkehrswende habe das nichts zu tun.

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Oesterling kritisierte die Pläne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer als "nicht gut". Der CSU-Politiker will die E-Scooter noch in diesem Frühjahr zulassen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde sollen sie laut der geplanten Verordnung Radwege oder - wenn es keine gibt - die Straße nutzen. Modelle, die maximal Tempo 12 schaffen, sollen auch auf Gehwegen oder gemeinsamen Geh- und Radwegen unterwegs sein dürfen.

Dies ist bei Kommunen und auch unter Bundesländern sehr umstritten. Der Bundesrat muss zustimmen. Die Länderkammer beschäftigt sich voraussichtlich am 17. Mai mit der geplanten Verordnung.

Das Verkehrsministerium in Wiesbaden erklärte am Montag, dass E-Tretroller im Verkehr wie Fahrräder eingestuft werden sollten. Generell verstehe man aber E-Scooter hessenweit als "attraktives Angebot" zur Bewältigung von Kurzstrecken, sagte ein Sprecher von Minister Tarek Al-Wazir (Grüne).

dpa