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Politik Sinemus: trotz AfD-Problemen Bilanz der Israel-Reise positiv
Mehr Hessen Politik Sinemus: trotz AfD-Problemen Bilanz der Israel-Reise positiv
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14:59 28.06.2019
Kristina Sinemus (parteilos), hessische Digitalministerin. Foto: Frank Rumpenhorst/Archivbild
Tel Aviv

Die knapp 30-köpfige Delegation habe die weit überwiegende Zahl der Termine wahrnehmen können, sagte Sinemus der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Tel Aviv.

Sie sei im Vorfeld der Reise darüber informiert worden, dass es wegen der Teilnahme der AfD zu Problemen kommen könne. Das sei transparent kommuniziert worden. Als Gäste in Israel habe man aber das dort herrschende Hausrecht zu respektieren. AfD-Abgeordnete werden nach dpa-Informationen grundsätzlich nicht von der israelischen Regierung empfangen.

Ziel der Reise sei gewesen, das Digitalministerium als Querschnittsressort auch bei den Teilnehmern der Delegation abzubilden, erklärte die Ministerin. So seien neben Landtagsabgeordneten auch Teilnehmer sowohl aus der Wirtschaft als auch der Wissenschaft dabei gewesen, um gemeinsame Projekte ins Visier zu nehmen. Als Beispiel nannte Sinemus die Cybersicherheit.

Mit der Außenhandelskammer vor Ort sei vereinbart worden, dass diese innerhalb eines Jahres Vorschläge für mögliche Projekt- und Kooperationspartnerschaft mit Hessen herausarbeiten wird, kündigte die Ministerin an. Zudem soll die Vernetzung und der Austausch mit der Start-up-Szene in Israel intensiviert und auch ein Austausch nach Hessen ermöglich werden.

Ihre Reise nach Israel sei aber nicht nur für die Zusammenarbeit für Wirtschaft und Wissenschaft wichtig gewesen, betonte Sinemus und verwies auf ihren Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem bei Jerusalem. "Wir müssen die Erinnerung an die Opfer jetzt und in Zukunft wachhalten." Sinemus hatte bei ihrer ersten Auslandsreise als Ministerin einen Kranz niedergelegt und der Millionen Opfer gedacht.

dpa

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