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Politik Sieben Monate nach Anschlag: Institut würdigt Zivilcourage
Mehr Hessen Politik Sieben Monate nach Anschlag: Institut würdigt Zivilcourage
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10:22 18.09.2020
Gedenkveranstaltung zu den rassistisch motivierten Anschlägen in Hanau. Quelle: Boris Roessler/dpa/Archivbild
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Hanau

Der Verein kümmert sich um die Belange der Opfer-Angehörigen und Betroffenen des Anschlags, bei dem ein 43-Jähriger Deutscher in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen hatte. Später tötete er vermutlich seine Mutter und schließlich sich selbst.

Geehrt werden soll zum einen Mustafa Alptug Sözen. Der 17-jährige Schüler war im November 2018 in der Frankfurter S-Bahn-Station Ostendstraße auf den Gleisen von einer Bahn erfasst und getötet worden. Er hatte versucht, einem auf die Gleise gefallenen betrunkenen Obdachlosen zu helfen und den herannahenden Zug zu spät bemerkt. Der zweite Geehrte ist Vili Viorel Păun, der zu den Opfern des Anschlags vom 19. Februar gehört. Er soll den Täter auf eigene Faust verfolgt haben, um ihn aufzuhalten und auch vergeblich versucht haben, die Polizei zu kontaktieren, bevor der 43-Jährige ihn erschoss.

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Um die Zivilcourage der beiden jungen Männer zu würdigen, werde man ihre beiden Familien an diesem Samstag (19. September) zu Hause besuchen und posthume Ehrungen überreichen, teilte der Verein am Donnerstag mit. An einem Infostand auf dem Hanauer Marktplatz wolle man außerdem am Abend mit Bürgern über Zivilcourage ins Gespräch kommen. Geplant ist auch eine Mahnwache für die Opfer des Anschlags.

Die Ehrung für Zivilcourage solle künftig jährlich am 19. September im Rahmen eines entsprechenden bundesweiten Aktionstages vergeben werden an Personen und Institutionen, "die sich in besonderer Weise mutig für unsere Gesellschaft und für ein besseres Miteinander einsetzen", erklärte der Verein.

dpa