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Politik Schroeder: Hessen-SPD kann von Umfrage-Hoch profitieren
Mehr Hessen Politik Schroeder: Hessen-SPD kann von Umfrage-Hoch profitieren
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05:14 08.09.2021
Der Politikwissenschaftler an der Universität Kassel, Prof. Wolfgang Schroeder, lächelt.
Der Politikwissenschaftler an der Universität Kassel, Prof. Wolfgang Schroeder, lächelt. Quelle: David Ausserhofer/WZB Berlin/dpa/Archivbild
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Kassel/Wiesbaden

"Das ist für den Landesverband auch eine Chance, sich ein Stück weit besser zu positionieren, als es in der Vergangenheit gewesen ist", sagte der Politik-Professor von der Universität Kassel der Deutschen Presse-Agentur. Die hessische SPD müsste dazu jedoch auch mehr in den Bundestagswahlkampf einsteigen.

Er gehe aber nicht davon aus, dass der Ausgang der Bundestagswahl mit einer möglichen Regierungsbeteiligung der Sozialdemokraten direkte Auswirkungen auf die anstehende Landtagswahl in Hessen im Jahr 2023 haben wird, erklärte Schroeder. Da Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wohl nicht mehr zur Wahl antrete, werde es dann eine ähnliche Situation wie derzeit im Bund mit dem Ende der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) geben. Ein Amtsinhaber habe bei Wahlen immer einen Bonus.

"Das bringt dann in Hessen große Chancen für die SPD und auch die Grünen", betonte der Politik-Experte. Vize-Regierungschef Tarek Al-Wazir von den Grünen sei erfahren und sehr geachtet. "Al-Wazir könnte dann fast schon eine Kretschmann-Position haben", sagte der Professor in Anspielung an Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Dieser führt als erster Grüner Ministerpräsident seit 2011 die Regierung im Südwesten an.

CDU und Grüne in Hessen seien in einer ähnlichen Situation wie Christdemokraten und SPD im Bund, erklärte Schroeder. "Sie sind in der Regierung vereint und stehen im Wahlkampf gegeneinander." Der Bundestagswahlkampf sei grundsätzlich sehr fair. Das gelte auch für die Parteien in Hessen und die Positionierung von CDU und Grünen. Beide Seiten würden ihre unterschiedlichen Positionen einbringen, ohne einander persönlich zu attackieren.

© dpa-infocom, dpa:210908-99-133404/2

dpa