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Politik Schriftliche Abi-Prüfungen enden ohne größere Zwischenfälle
Mehr Hessen Politik Schriftliche Abi-Prüfungen enden ohne größere Zwischenfälle
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15:10 02.04.2020
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Wiesbaden

Mitten in der Corona-Krise und unter strengen Hygieneregeln sind die schriftlichen Abiturprüfungen in Hessen ohne nennenswerte Zwischenfälle zu Ende gegangen. Das erklärte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden. Zum Abschluss hatten die Tests im Fach Biologie auf dem Plan gestanden. "Die schriftlichen Abiturprüfungen haben in diesem Jahr unter besonders schwierigen Bedingungen stattgefunden, die unsere Schulen vor große Herausforderungen gestellt und den Prüflingen auch psychisch einiges abverlangt haben", erklärte Lorz.

Sicherlich wäre es auf den ersten Blick leichter gewesen, das Abitur zu verschieben. Das Land habe sich aber bewusst dagegen entschieden, "weil wir den jungen Menschen nicht die Möglichkeit nehmen wollten, ihre Abschlussprüfungen im dafür vorgesehenen Zeitraum zu schreiben – also zu dem Zeitpunkt, auf den sie sich vorbereitet haben". An elf Prüfungstagen seien rund 70 000 Abiturprüfungen geschrieben worden.

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Lorz bat alle Abiturientinnen und Abiturienten, wegen der bestehenden Ansteckungsgefahr auf Abifeiern zu verzichten. "Ich bin mir aber sicher, dass Ihr sie zu einem späteren Zeitpunkt umso ausgelassener nachholen könnt."

Die Teilnahmequote am Abitur fiel mit rund 96 Prozent etwas niedriger aus als üblich, erklärte der Minister. Dies sei auch darauf zurückzuführen, dass ein Teil der Abiturienten am Prüfungstag unter Quarantäne gestanden habe oder wegen leichter Symptome wieder nach Hause geschickt worden sei. Das Land hatte den Schülern freigestellt, ob sie zur Prüfung kommen wollen oder nicht. Wer sich nicht dazu in der Lage gesehen hätte, solle keine Nachteile erleiden, erklärte Lorz. Es bestehe die Möglichkeit, schriftliche Prüfungen nachzuholen.

Trotz strenger Abstandsregeln zum Schutz vor Coronavirus-Infektionen hätten sich vor und nach den Prüfungen vereinzelt Schüler oder Schülerinnen umarmt. "So nachvollziehbar und menschlich diese Geste auch ist, bedeutet sie doch ein unnötiges Risiko für die Prüflinge und ihre Angehörigen", mahnte der Minister und appellierte an alle, bei den Nachschreibterminen vom 23. April bis 7. Mai darauf zu verzichten.

dpa

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