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Scholz erinnert mit Namen an Opfer des Anschlags von Hanau
Scholz erinnert mit Namen an Opfer des Anschlags von Hanau
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13:03 19.02.2022
Eine Rose erinnert auf einem Gedenkplatz an die Opfer der rassistisch motivierten Anschläge in Hanau.
Eine Rose erinnert auf einem Gedenkplatz an die Opfer der rassistisch motivierten Anschläge in Hanau. Quelle: Boris Roessler/dpa/Symbolbild
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Berlin

Ihr wart ein Teil unseres Landes, ein Teil von uns", sagte der SPD-Politiker in einer am Samstag auf Twitter verbreiteten Videobotschaft. Scholz nahm am Wochenende an der Sicherheitskonferenz in München teil.

"Euch, euren Familien und Freunden schulden wir Antworten auf die Fragen, die bis heute offen sind", sagte der Kanzler an die Opfer gerichtet. Er versprach, die Bundesregierung werde "Rassismus und rechten Terror entschlossen bekämpfen". Es gehe darum, "Netzwerke von Extremisten" zu stoppen und für eine Unterstützung der Opfer und Hinterbliebenen durch staatliche Behörden zu sorgen. Auch müsse mehr in politische Bildung und die Prävention rassistischer Straftaten investiert werden, sagte Scholz weiter.

Zwar könne die von den Opfern zurückgelassene Lücke nicht gefüllt werden, aber die Menschen könnten täglich an die Toten von Hanau erinnern. "Heute sagen wir laut eure Namen, weil wir euch nicht vergessen", so Scholz.

Am 19. Februar 2020 hatte ein 43-jähriger Deutscher in Hanau im Osten des Rhein-Main-Gebiets neun Menschen aus rassistischen Motiven erschossen. Danach tötete er seine Mutter und nahm sich selbst das Leben. Zu den Opfern gehörten Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili-Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.

Mit der Aufarbeitung der Tat befasst sich derzeit ein Untersuchungsausschuss des hessischen Landtags. Dieser geht besonders der Frage nach, ob es vor, während oder nach dem Anschlag zu Behördenversagen kam. Zahlreiche Vertreter der Politik verlangen eine lückenlose Aufklärung der Tat und einen entschiedeneren Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus, Hass und Hetze.

© dpa-infocom, dpa:220219-99-203286/3

dpa