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Politik SPD-Kandidat: Awo-Affäre auch Grund für Stimmenverlust
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17:54 15.03.2021
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Frankfurt

"Der Zusammenhang des Awo-Skandals mit dem Oberbürgermeister hat uns schon einige Prozentpunkte gekostet", sagte er am Montag. Wichtig sei, dass nun Klärung herbeigeführt werde. Die Affäre schwebe "seit eineinhalb Jahren wie ein Damoklesschwert über uns".

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen Feldmann und seine Frau in der Affäre um Dienstwagen und überhöhte Gehälter bei der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo). Nachdem es bereits Vorermittlungen gegeben habe, werde seit Ende Februar ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der Vorteilsnahme geführt, hieß es am vergangenen Freitag bei der Anklagebehörde.

Im Jahr 2019 hatten Berichte über ein überhöhtes Gehalt für Feldmanns heutige Ehefrau als Leiterin einer deutsch-türkischen Kita den Awo-Skandal ausgelöst. Seitdem gab es im Zusammenhang mit weiteren Vorwürfen Ermittlungen wegen Verdachts auf Betrug und Untreue gegen frühere Führungsmitglieder der Frankfurter Awo. Seit mehr als einem Jahr ist die Awo mit einem neuen Vorstand und Präsidium aufgestellt. Feldmann Frau hat bereits überhöhte Bezüge zurückgezahlt.

"An dem Verdacht ist nach wie vor nichts dran", hatte Feldmann vergangene Woche betont. Dass es nun, zwei Tage vor der Kommunalwahl, Medienberichte über die Ermittlungen gebe, sei "Wahlkampfgeplänkel".

Laut dem Trendergebnis erreichte die SPD bei der Stadtverordnetenwahl am Sonntag nur 16,6 Prozent, das sind 7,2 Prozentpunkte weniger als im Endergebnis der Kommunalwahl 2016. Allerdings sind noch nicht alle Wahlzettel ausgewertet. Die bisherigen Zahlen bezeichnete Josef, der auch Stadtentwicklungsdezernent ist, als "enttäuschend". Wie es weitergehe werde sich zeigen, "wenn das Endergebnis da ist".

© dpa-infocom, dpa:210315-99-834525/3

dpa