Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik SPD-Fraktion fordert Baukostengipfel in Hessen
Mehr Hessen Politik SPD-Fraktion fordert Baukostengipfel in Hessen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:22 10.11.2021
Das Logo der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag.
Das Logo der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Quelle: Michael Kappeler/dpa/Symbolbild
Anzeige
Wiesbaden

Wegen der massiv steigenden Baukosten hat die SPD-Fraktion im hessischen Landtag die schwarz-grüne Landesregierung dazu aufgerufen, einen Baukostengipfel in Hessen einzusetzen. Alle Akteure wie die Wohnungswirtschaft, Architekten und Stadtplaner sowie die Handwerkskammern und kommunalen Vertretungsgremien sollten an einen Tisch gebracht werden, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, sagte die wohnungspolitische Sprecherin der Sozialdemokraten, Elke Barth, am Mittwoch im Wiesbadener Landtag.

"In jedem Fall muss verhindert werden, dass die Kostensteigerungen beim Wohnungsbau am Ende bei den Mietern abgeladen werden", mahnte Barth. Das sei aber unausweichlich, wenn keine Gegenmaßnahmen entwickelt würden. Steigende Baukosten seien am Ende steigende Wohnkosten. "Und hier muss das Land alles unternehmen, um gegenzusteuern."

Der Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft begrüßte den Vorstoß der SPD-Fraktion. "Ein Baukostengipfel, bei dem alle relevanten Akteure an einem Tisch sitzen und gemeinsam Lösungen erarbeiten, ist unverzichtbar", sagte Vorstand Axel Tausendpfund. Zustimmung kam auch von den anderen Oppositionsfraktionen im hessischen Landtag.

Die Preisentwicklung in Baubranche sei ein Problem, sagte auch Wohnungsbaustaatssekretär Jens Deutschendorf (Grüne). Die Lage der Branche sei von Materialmangel, Lieferengpässen und einem Fachkräftemangel gekennzeichnet. Der bundesweite Auftrieb der Baupreise könne allerdings nicht von der Politik alleine gelöst werden. Mit den Bündnispartnern der "Allianz für Wohnen" sei daher Ende Oktober bereits ein Baukostengipfel abgehalten worden.

Mit der Vereinfachung der Vorschriften für den sozialen Wohnungsbau sei auch schon ein wichtiger Schritt getan worden. Auch an der Digitalisierung von Genehmigungsverfahren werde gearbeitet, um das Bauen weiter zu vereinfachen, erklärte der Staatssekretär. Um den Bau bezahlbarer Wohnungen voranzubringen, stelle die Landesregierung bis zum Jahr 2024 Finanzmittel in Höhe von 2,2 Milliarden Euro zur Verfügung.

© dpa-infocom, dpa:211110-99-938537/4

dpa