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Politik SPD-Fraktion bringt Landarztquote-Vorschlag in Landtag ein
Mehr Hessen Politik SPD-Fraktion bringt Landarztquote-Vorschlag in Landtag ein
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19:09 18.02.2020
Ein Landarzt nimmt sein Stethoskop aus dem Koffer. Quelle: Oliver Berg/dpa/Symbolbild
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Wiesbaden

Stipendien oder Niederlassungsförderungen reichten nicht aus, um die Versorgung sicherzustellen.

Laut SPD-Forderungen sollten zehn Prozent der Medizinstudienplätze für Bewerber reserviert werden, die sich verpflichten, nach erfolgreichem Abschluss mindestens zehn Jahre als Hausarzt zu praktizieren. Und zwar in einer Region, in der Mangel herrscht oder die von Mangel bedroht ist. Hält sich der Mediziner nicht an die Abmachung, drohe eine Vertragsstrafe von 250 000 Euro.

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Die Grünen-Abgeordnete Nina Eisenhardt erinnerte daran, dass auch die schwarz-grüne Landesregierung eine Landarztquote einführen wolle. "Gründlichkeit geht aber vor Schnelligkeit", sagte sie. Der CDU-Gesundheitsexperte Ralf-Norbert Bartelt nannte die Quote "kein Allheilmittel" aber "einen wichtigen Baustein". Claudia Papst-Dippel von der AfD kritisierte, dass sich der SPD-Vorschlag nur auf Hausärzte beziehe. Auch bei anderen Fachrichtungen, etwa bei den Augenärzten, gebe es einen Mangel.

dpa

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