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Politik Rund 500 Spätaussiedler kommen pro Jahr nach Hessen
Mehr Hessen Politik Rund 500 Spätaussiedler kommen pro Jahr nach Hessen
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08:15 14.03.2021
Peter Beuth (CDU), hessischer Innenminister, spricht auf einer Pressekonferenz.
Peter Beuth (CDU), hessischer Innenminister, spricht auf einer Pressekonferenz. Quelle: Andreas Arnold/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Eine Ausnahme habe wegen der Corona-Pandemie das Jahr 2020 gebildet. Nachdem im Jahr zuvor noch 537 Spätaussiedler nach Hessen eingewandert waren, ging die Zahl nach Angaben des Innenministers im Pandemiejahr auf 316 Personen zurück. Bundesweit habe es vor der Corona-Pandemie jährlich einen Zuwachs von mehr als 7000 Spätaussiedlern gegeben.

In Hessen hätten rund 30 Prozent der Bevölkerung als Betroffene oder deren Nachkommen einen Vertreibungshintergrund oder ein Aussiedlerschicksal, erklärte Beuth. Das seien etwa 1,87 Millionen Menschen. Zu den wichtigsten Aufgaben der Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler gehöre, die Aufnahme, Unterbringung, Betreuung und Eingliederung der Menschen zu koordinieren, zu intensivieren und zu bündeln.

Neben der sprachlichen Förderung gehe es auch um die berufliche Eingliederung und Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen. Dazu kommen die Kontaktpflege zu den Vertriebenenverbänden und Spätaussiedlerorganisationen sowie der Mitgliedschaft in themenbezogenen Landes- und Bundesgremien. Der Minister verteidigte nochmals die Umwandlung des Postens der Landesbeauftragten vom Ehrenamt in ein Hauptamt. Der Aufwand für die Tätigkeit habe deutlich zugenommen und liege wegen der vielfältigen Aufgaben in der Regel zwischen 40 und 60 Stunden pro Woche. Von der Landtagsopposition hatte es wegen dieses Schritts Anfang des Jahres Kritik gegeben.

© dpa-infocom, dpa:210314-99-813818/2

dpa