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Politik Rund 167 500 Corona-Impfungen wegen beruflicher Tätigkeit
Mehr Hessen Politik Rund 167 500 Corona-Impfungen wegen beruflicher Tätigkeit
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05:18 10.03.2021
Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze.
Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze. Quelle: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild
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Wiesbaden

Hessen biete für diese Berufsgruppen in den kommenden Wochen neben der normalen Registrierungsmöglichkeit auch Sammelimpftermine an. Es werde daher davon ausgegangen, dass dem betroffenen Personal von Grund-, Sonder- und Förderschulen und Kindertagesstätten sowie Polizeibediensteten sehr zeitnah ein Impfangebot gemacht werden könne.

Die Zahl der Impfungen mit dem Corona-Präparat von Astrazeneca belaufe sich derzeit auf rund 65 500 in Hessen, teilte ein Ministeriumssprecher mit. Nach Vorgabe der aktuellen Corona-Impfverordnung sollen Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren möglichst mit Astrazeneca geimpft werden.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat das Mittel von Astrazeneca mittlerweile aber auch für Menschen über 65 Jahren empfohlen. Hessen halte sich bei diesen Impfungen an die Corona-Impfverordnung des Bundes, erklärte das Innenministerium. Es werde davon ausgegangen, dass die Stiko-Empfehlung zeitnah aufgenommen wird.

Sobald eine Novellierung der Corona-Impfverordnung erfolgt sei, werde es in Hessen Impftermine auch für Bürger ab 65 Jahren mit dem Impfstoff von Astrazeneca geben. Eine Impfempfehlung des Corona-Präparats von Astrazeneca auch für die Personengruppe ab 65 Jahren werde eine größere Flexibilität bei der Planung und Umsetzung der Impfungen bringen, teilte das Innenministerium mit. Da es neben dem Impfstoff von Astrazeneca in den Impfzentren auch weiterhin die Vakzine von Biontech und Moderna gibt, sorge das aber nicht für eine zusätzliche Verknappung der Impfstoffe.

In Hessen laufen seit vergangener Woche die Impfungen für die Priorisierungsgruppe zwei. Dazu gehören überwiegend die über 70-Jährigen. Es dürfen sich auch Menschen impfen lassen, die bestimmte Vorerkrankungen haben. Dazu zählen etwa Trisomie 21, Demenz, Krebs, einige Lungenerkrankungen, Diabetes mellitus, Leberzirrhose, chronische Nierenerkrankung oder Adipositas (Menschen mit Body-Mass-Index über 40).

Aufgrund ihres Berufs sind auch Ärzte, zahlreiche Pflegeberufe sowie teilweise Polizisten in dieser zweiten Gruppe impfberechtigt. Dazu kommen Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sowie Erzieherinnen in Kitas. In Hessen zählen rund 1,5 Millionen Menschen zur zweiten Priorisierungsgruppe. Landesweit gibt es 28 Impfzentren.

© dpa-infocom, dpa:210310-99-758280/2

dpa