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Politik Hunderte Demonstranten in Hessen für und gegen Maßnahmen
Mehr Hessen Politik Hunderte Demonstranten in Hessen für und gegen Maßnahmen
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17:21 16.05.2020
Polizisten erteilen einem Mann mit einem Alu-Hut auf dem Kopf einen Platzverweis. Quelle: Boris Roessler/dpa
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Frankfurt/Main

An vielen Orten in Hessen haben am Samstag Menschen gegen die ihrer Meinung nach überzogenen Corona-Maßnahmen demonstriert. Insbesondere in Frankfurt hatten sich aber auch Hunderte Gegendemonstranten formiert, die den Veranstaltern "Nazi-Propaganda" vorwarfen.

Die Polizei hatte Mühe, die unterschiedlichen Gruppen von jeweils mehreren Hundert Menschen in der gut bevölkerten Innenstadt auseinanderzuhalten. Insgesamt seien rund 1500 Demonstranten beider Seiten in der City unterwegs gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Man habe einen sehr kommunikativen Ansatz gewählt und nicht zu Zwangsmaßnahmen greifen müssen. Ein Mann sei nach dem Zeigen des Hitler-Grußes festgenommen worden.

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Es sei gelegentlich zu Wortgefechten gekommen, Gewalt habe es aber nicht gegeben, so die Polizei weiter. Vereinzelt seien die Menschen aufgefordert worden, den notwendigen Abstand einzuhalten. Ein Wasserwerfer der Polizei blieb zunächst ungenutzt stehen.

"Der Fokus unserer Maßnahmen liegt rund um den #Goetheplatz momentan darin, Gruppierungen voneinander zu trennen, um Auseinandersetzungen zu verhindern und beide Proteste zu ermöglichen", twitterte die Polizei.

Bei einer angemeldeten Kundgebung mit dem Titel "Hände weg vom Grundgesetz" auf dem Goetheplatz/Rossmarkt ging es unter anderem um angebliche Impfschäden und den Einfluss des Microsoft-Gründers Bill Gates.

Nach Aussagen von Augenzeugen waren deutlich mehr linksgerichtete Gegendemonstranten unterwegs als noch vor einer Woche. Sie riefen unter anderem "Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda" und "Nazis raus".

Aus den anderen hessischen Städten wurden meist nur kleinere Zusammenkünfte gemeldet. Lediglich auf dem Darmstädter Messplatz kamen laut Polizei rund 300 Menschen zusammen. Andere Veranstaltungen in Bad Hersfeld, Fulda, Gießen oder Kassel blieben übersichtlich.

dpa

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