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Politik Rheinschutzkommission wird 70 - Positive Bilanz
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06:15 23.12.2019
Das Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm am Deutschen Eck spiegelt sich im Wasser des Rheins. Quelle: Thomas Frey/Archivbild
Koblenz

Vor allem der Großbrand im Schweizer Chemieunternehmen Sandoz bei Basel habe dem Gewässerschutz einst viel Auftrieb gegeben, sagte Anne Schulte-Wülwer-Leidig der Deutschen Presse-Agentur. Am 1. November 1986 war hochgiftiges Löschwasser in den Rhein geflossen. Viele Fische starben. Anschließend wurden viele weitere Kläranlagen gebaut.

Laut Schulte-Wülwer-Leidig ist die Wasserqualität des Rheins durch diese Maßnahmen deutlich besser geworden. Die Wiederansiedlung der Lachse sei zwar noch weit von einer stabilen Population entfernt. "Aber einige Hundert Lachse kommen jetzt wieder jedes Jahr ins Rheineinzugsgebiet."

Ein Meilenstein sei auch die Ende 2000 in Kraft getretene Europäische Wasserrahmenrichtlinie: "Damit ist es heute EU-weit verpflichtend, den Gewässerschutz in Flusseinzugsgebieten über Staatsgrenzen hinweg zu koordinieren - wie am Rhein mit der IKSR-Gründung 1950 gestartet."

An deren Spitze gibt es einen doppelten Wechsel: Die Italienerin Veronica Manfredi wird zum 1. Januar 2020 Präsidentin. Sie ist laut IKSR im Hauptjob Direktorin für Lebensqualität in der Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission in Brüssel. Sie löst die Schweizerin Martine Rohn-Brossard ab.

In der Leitung des zwölfköpfigen IKSR-Sekretariats in Koblenz kommt es ebenfalls zu einem Wechsel zum 1. Januar 2020: Die promovierte Biologin Schulte-Wülwer-Leidig geht in den Ruhestand und wird von dem bislang in Köln arbeitenden Geografen Marc Daniel Heintz abgelöst.

Zum Wohl des Rheins und seiner Nebenflüsse kooperieren die IKSR-Mitglieder Schweiz, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, die Niederlande und die EU mit Österreich, Liechtenstein und der belgischen Region Wallonien sowie Italien.

dpa

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