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Politik Bouffier und Rhein würdigen 75 Jahre Hessen
Mehr Hessen Politik Bouffier und Rhein würdigen 75 Jahre Hessen
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16:02 18.09.2020
Boris Rhein (CDU) bei einer Sitzung. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Ministerpräsident Volker Bouffier und Landtagspräsident Boris Rhein (beide CDU) haben den schnellen Neuanfang nach Kriegsende in Hessen vor 75 Jahren gewürdigt. "Der 19. September ist für uns ein Tag der Erinnerung und Mahnung zur Wahrung der Menschenrechte, für Frieden und Freiheit; Werte, die nicht selbstverständlich sind", sagte Rhein am Freitag zum Jubiläum. Die Gründung sei zugleich auch die Grundlage für die Entwicklung der Demokratie in Hessen und ganz Deutschland gewesen. Sie habe den Weg für die hessische Verfassung geebnet, die im Dezember 1946 in Kraft trat.

"Es war ein großer Vertrauensvorschuss, den uns die amerikanische Militärregierung entgegenbracht hat, indem sie uns rund vier Monate nach Kriegsende wieder ein Land überlassen hat. Heute können wir sagen, dass wir Wort gehalten haben", sagte Bouffier. Nach Kriegsende seien die Menschen damit beschäftigt gewesen, ihre Heimat wieder aufzubauen und eine Identität zu schaffen. Einen großen Anteil daran hätten auch die Vertriebenen und Geflüchteten gehabt, die damals rund ein Drittel der Bevölkerung ausmachten. "Wir können sehr stolz auf unser Land sein, es hat sich hervorragend entwickelt."

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Der amerikanische Oberbefehlshaber und spätere US-Präsident Dwight D. Eisenhower hatte am 19. September 1945 in der Proklamation Nummer 2 der amerikanischen Militärregierung die Gründung des Landes Groß-Hessen verkündet. Damit entstand ein Land, das es in diesen Grenzen so vorher noch nicht gegeben hat. Hessen entstand aus den preußischen Regierungsbezirken Kassel und Wiesbaden sowie aus dem von 1918 bis 1945 bestehenden Volksstaat Hessen. Teile wie Rheinhessen wurden aber auch anderen Besatzungszonen zugeschlagen und gingen später in anderen Bundesländern auf. Das "Groß" fiel später bei der Namensgebung weg.

dpa