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Politik Rekonstruktion des Frankfurter Schauspielhauses vom Tisch
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11:40 10.06.2021
Ein roter Vorhang ist zu sehen.
Ein roter Vorhang ist zu sehen. Quelle: Marcus Brandt/dpa
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Frankfurt/Main

Ein Bürgerbegehren "Rettet das Schauspielhaus" wollte mit einem Bürgerentscheid durchsetzen, dass das Vorgänger-Gebäude des heutigen Schauspielhauses aus dem Jahr 1902 wieder aufgebaut wird. Zuvor hatte die "Frankfurter Rundschau" (Donnerstag) über die Entscheidung vom Montag berichtet.

Zwar habe das Bürgerbegehren die erforderliche Anzahl von Unterschriften erreicht, heißt es in der Beschlussvorlage des Magistrats. Es weise aber inhaltlich "erhebliche Mängel" auf. Schon der Titel "Rettet das Schauspielhaus" führe in die Irre: Der Initiative gehe es weder darum, das derzeit vorhandene Schauspielhaus zu retten, noch darum, ein historisches Gebäude zu erhalten. "Vielmehr soll ein neues Gebäude errichtet werden, das sich äußerlich an einem historischen Vorbild orientiert".

Das Schauspielhaus wurde nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg neu errichtet, von dem Jugendstilbau ist einem Baugutachten zufolge so gut wie nichts erhalten. Außerdem wäre ein moderner Spielbetrieb in einem wiederaufgebauten Gebäude von 1902 "nicht darstellbar". Zur Frage der Kostendeckung werde "überhaupt kein stichhaltiger Vorschlag unterbreitet". Das Bürgerbegehren erfülle daher die gesetzlichen Anforderungen nicht. Es sei insgesamt unzulässig und daher abzulehnen. Das letzte Wort hat die Stadtverordnetenversammlung.

© dpa-infocom, dpa:210610-99-935811/2

dpa