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Politik Entscheidung bei umstrittenen Windkraftflächen in Südhessen
Mehr Hessen Politik Entscheidung bei umstrittenen Windkraftflächen in Südhessen
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18:21 14.06.2019
Windräder stehe als Miniatur im Deutschen Museum in München. Quelle: Alexander Heinl/Archiv
Frankfurt

Künftig sollen 1,4 Prozent des Gebiets von Südhessen für die Gewinnung von Windenergie genutzt werden. Das beschloss die zuständige Regionalversammlung am Freitag bei ihrer Sitzung im Frankfurter Römer. Bereits jetzt sind auf einigen der insgesamt 121 Flächen, sogenannte Vorranggebiete, Anlagen im Betrieb. Hinzu kommen 0,8 Prozent "Weißfläche" über die künftig noch zu entscheiden ist.

Dem Beschluss waren laute Proteste und ein jahrelanger Streit vorausgegangen. Die Darmstädter Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid sprach von einem "Meilenstein". Das Ergebnis muss jetzt noch der Landesregierung zur Genehmigung vorgelegt werde.

Der grüne Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al Wazir begrüßte am Freitag bereits die Entscheidung: "Sie bringt Klima- und Naturschutz miteinander in Einklang und lenkt den Windkraftausbau auch in Südhessen in feste Bahnen", sagte er.

In Gegenden, die besonders betroffen sind, wie beispielsweise im Odenwaldkreis, brodelt schon lange der Streit um die Windkraft-Frage. Während Befürworter mit den Vorteilen von erneuerbaren Energien argumentieren, fürchten Gegner eine Verunstaltung der Landschaft oder eine Bedrohung der Tiere.

Vor der Abstimmung hatten mehrere Dutzend Aktivisten vor dem Römer mit bunten Transparenten protestiert. Es sei ein "Roulettespiel" mit der Natur, sagte Demonstrantin Vera Krug. "Wir sind nicht gegen Windkrafträder, aber sie gehören in Industriegebiete und nicht in den Wald." Die Initiative "Rettet den Odenwald" sprach von einer "bevorstehenden Katastrophe".

Und wie sieht es in Hessen insgesamt aus? Landesweit seien nun 1,85 Prozent der gesamten Landesfläche als Vorranggebiete festgelegt worden, sagte Tarek Al Wazir. Das bedeute, "dass 98 Prozent Hessens Ausschlussfläche, also für Windräder tabu werden".

dpa

Deutschland drohen wegen der Salzeinleitung durch die Kaliindustrie in Werra und Weser keine Sanktionen durch die EU mehr. Die EU-Kommission habe das entsprechende Vertragsverletzungsverfahren wegen Nichteinhaltung der Wasserrahmenrichtlinie eingestellt, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Freitag in Berlin.

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