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Politik Regierungschefs besprechen weiteres Vorgehen in der Pandemie
Mehr Hessen Politik Regierungschefs besprechen weiteres Vorgehen in der Pandemie
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07:11 22.03.2021
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) nimmt seinen Mund-Nasen-Schutz ab.
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) nimmt seinen Mund-Nasen-Schutz ab. Quelle: Andreas Arnold/dpa
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Wiesbaden

Unter dem Eindruck steigenden Infektionszahlen wird Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) heute mit seinen Länderkollegen und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die weiteren Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten.

Der Corona-Lockdown zur Bekämpfung der Pandemie in Deutschland ist bis zum 28. März befristet. Nach einem Treffen der Regierungschefs Anfang März hatte es erste Öffnungsschritte etwa im Handel gegeben - jedoch auch die Einigung auf eine "Notbremse", sollten die Infektionszahlen nach oben gehen.

Mit Blick auf die gestiegenen Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen hatte Hessen zuletzt geplante Lockerungen an den Schulen gekippt. Die Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 sollen nicht - wie zunächst angedacht - ab dieser Woche für mindestens einen Präsenztag pro Woche in die Schule kommen. Das hatte das Corona-Kabinett am Donnerstag beschlossen. Dieser Schritt war bereits angekündigt worden, sollten die Infektionszahlen zu hoch sein.

"Die Zahlen zeigen uns: Eine mögliche dritte Corona-Welle ist deutlich unterwegs", hatte Bouffier gewarnt. Es werde vorerst keine weiteren Öffnungsschritte geben. Er plädierte erneut dafür, dass die Bundesländer bei ihren Corona-Regeln eng beieinander bleiben.

In Hessen wurden am Sonntag erneut mehr als 1000 Neuinfektionen mit dem Virus registriert. Die Inzidenz, also die Zahl der neuen Fälle pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, kletterte auf 114,3 nach zuvor 112,8.

Trotz stark steigender Corona-Infektionszahlen ist eine klare Mehrheit der Deutschen gegen eine Verschärfung des Lockdowns. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich kurz vor der Bund-Länder-Konferenz an diesem Montag nur 30 Prozent dafür aus, die Einschränkungen zur Kontaktvermeidung wieder auszuweiten. 23 Prozent sind dagegen für eine Beibehaltung der noch bis zum 28. März geltenden aktuellen Maßnahmen, 22 Prozent sind sogar für eine Lockerung. 15 Prozent befürworten ein Ende aller Einschränkungen der Freiheitsrechte. Zehn Prozent machen keine Angaben.

© dpa-infocom, dpa:210321-99-913100/3

dpa