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Politik Regierung nach Schüssen auf Eritreer: "Abscheuliche Tat"
Mehr Hessen Politik Regierung nach Schüssen auf Eritreer: "Abscheuliche Tat"
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12:15 24.07.2019
Polizeibeamte der Spurensicherung vermessen den Tatort, wo in einem Auto (l) ein tödlich verletzer Mann gefunden wurde. Quelle: Moritz Pappert/OsthessenNews/Archiv
Berlin

Es handele sich um eine "abscheuliche Tat", die nicht hingenommen werden dürfe.

Das Opfer war am Montag durch einen Bauchschuss schwer verletzt und in einem Krankenhaus operiert worden. Der mutmaßliche Schütze, ein 55 Jahre alter Deutscher, erschoss sich selbst. Die Ermittler gehen nach bisherigen Erkenntnissen "ganz klar von einem fremdenfeindlichen Motiv aus", eine "rechtsextreme oder rechtsnationalistische Gesinnung" sei aber Spekulation. Die Ermittlungen im Umfeld des mutmaßlichen Schützen dauern an.

Der Kampf gegen rechtsextremistische Straf- und Gewalttaten sei ein Kernanliegen der Regierung. Man nehme diese Gefahr sehr ernst. "Die Sicherheitsbehörden arbeiten mit ganzer Kraft daran, dass alle Menschen in Deutschland in Sicherheit leben können", sagte Demmer.

dpa

Bei dem Angriff auf einen Eritreer im hessischen Wächtersbach sind nach Angaben der Ermittler drei Schüsse abgefeuert worden. Ein Schuss davon habe den 26-Jährigen getroffen, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Mittwoch.

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Nach dem Schuss auf einen Eritreer im hessischen Wächtersbach haben am Tatort rund 400 Menschen bei einer Mahnwache gegen Rassismus protestiert. "Hier wurde ein weiteres Mal, sieben Wochen nach dem Mord an Walter Lübcke, aus Gedanken eine Tat, die uns erschüttert", sagte der Bürgermeister von Wächtersbach, Andreas Weiher (SPD), am Dienstagabend.

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Der mutmaßliche Täter von Wächtersbach soll Mitglied eines Schützenvereins gewesen sein. "Die Waffen waren alle legal beim Main-Kinzig-Kreis angemeldet", sagte Manfred Weber, der Bürgermeister von Biebergemünd.

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