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Politik Pfannen oder Jacken: Land will Verbot bestimmter Chemikalien
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06:10 06.11.2020
Priska Hinz (Grüne), Umweltministerin in Hessen. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

"Wir wollen, dass Deutschland sich klar für ein baldiges Verbot der PFC-Stoffgruppe ausspricht", teilte die derzeitige Vorsitzende der Umweltministerkonferenz in Wiesbaden mit. Die Ressortchefs wollen sich kommende Woche (11. bis 13. November) digital treffen.

Die Abkürzung PFC steht für per- und polyfluorierte Chemikalien. Zu dieser Stoffgruppe zählen laut Umweltministerium schätzungsweise knapp 5000 Einzelverbindungen, die alle extrem stabil sind. Deshalb könnten PFC in der Umwelt nicht oder nur unvollständig abgebaut werden. Sie werden eingesetzt, um Produkte fett-, schmutz- oder wasserabweisend zu machen.

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"PFC sind Umweltgifte für die Ewigkeit", erläuterte Hinz. "Wir alle kommen fast täglich mit PFC in Kontakt." Laut einer Studie des Umweltbundesamt hätten mehr als 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland bereits zu viel PFC im Blut. "Einige Verbindungen sind nachweislich gesundheits- und umweltschädlich", erläuterte Hinz. "Über andere Verbindungen wissen wir noch viel zu wenig."

Gerade aus Alltagsprodukten müssten PFC schnell verschwinden, forderte Hinz. Konkret sollte das Bundesinstitut für Risikobewertung nicht länger Empfehlungen für die Verwendung dieser Chemikalien in Lebensmittelverpackungen aussprechen. PFC sollten auch nicht mehr über Düngemittel in die Umwelt gelangen.

dpa