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Politik Offenbach: Etliche Verstöße gegen Maskenpflicht geahndet
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13:58 24.08.2020
Ein Plakat mit der Aufschrift «Maskenpflicht».
Ein Plakat mit der Aufschrift «Maskenpflicht». Quelle: Kay Nietfeld/dpa/Symbolbild
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Offenbach

Seit Sonntag seien insgesamt sieben neue Infektionsfälle registriert worden, alle Reiserückkehrer. Aktuell seien 109 Menschen in Offenbach nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert.

Offenbach hatte wegen der Ausbreitung des Coronavirus schärfere Regeln erlassen, das betrifft unter anderem eine Erweiterung der Maskenpflicht und persönliche Kontakte. Das Ordnungsamt habe am Wochenende etliche Verstöße gegen die Maskenpflicht geahndet, erklärte ein Sprecher am Montag. Nach Angaben der Polizei gab es am gesamten Wochenende 135 Verstöße gegen die Corona-Verordnung.

Seit dem Wochenende sind in Offenbach Aufenthalte im öffentlichen Raum nur allein, in Gruppen von höchstens fünf Menschen oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet. Diese Regelungen seien eingehalten worden, so der Pressesprecher. Auch die neue Sperrstunde ab 0.00 Uhr für Gaststätten und Bars sei "vorbildlich" eingehalten worden.

Die Stadt führt die Neuinfektionen im Moment zu einem großen Teil auf Reiserückkehrer zurück. Bis Ende dieser Woche sei die zweiwöchige Inkubationszeit bei den letzten Reiserückkehrern um. Die Stadt hofft, dass dann auch die Infektionszahlen etwas zurückgehen. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen sollen dazu beitragen, weitere Ansteckungen durch unerkannte Infektionen zu vermeiden.

497 Personen sind derzeit den Angaben zufolge in häuslicher Quarantäne. Momentan werde von Gesundheits- und Ordnungsamt ein Verfahren entwickelt, um Verstöße gegen die Quarantänepflicht punktuell zu kontrollieren und entsprechend zu ahnden. So würden beispielsweise Haushalte, die zuvor nicht gut erreichbar gewesen seien, gezielt besucht. Als Konsequenz drohen Bußgelder von bis zu 25 000 Euro, bei Wiederholungstätern auch eine Zwangsquarantäne.

Die Stadt Offenbach steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit dem Landkreis und der Stadt Frankfurt, um sich bei den Maßnahmen anzugleichen und intensiver auszutauschen.

dpa