Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Nur geringe Zunahme der Ärztezahlen in Hessen
Mehr Hessen Politik Nur geringe Zunahme der Ärztezahlen in Hessen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:59 22.01.2020
Ein Arzt trägt ein Stethoskop um den Hals.
Ein Arzt trägt ein Stethoskop um den Hals. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild
Anzeige
Frankfurt/Main

Davon arbeiten fast 12 000 im niedergelassenen Bereich und gut 15 000 in der stationären Versorgung. In Behörden und Körperschaften sind 551 Ärztinnen und Ärzte tätig, 3630 üben den Angaben zufolge eine sonstige ärztliche Tätigkeit aus. Bei den unter 35-Jährigen sei der Frauenanteil mit nahezu zwei Dritteln gleichbleibend hoch, hieß es weiter.

Kammerpräsident Edgar Pinkowski fürchtet dennoch einen gravierenden Ärztemangel für die Zukunft: Derzeit seien knapp 6000 Ärztinnen und Ärzte unter 35 Jahren bei der Kammer gemeldet. Vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft mit immer vielfältigeren Krankheitsbildern, die immer häufiger ärztliche Leistungen in Anspruch nehmen müsse, sei diese Entwicklung besorgniserregend.

Um die Versorgung der Bevölkerung durch niedergelassene Ärzte dauerhaft gewährleisten zu können, müsse die Politik Anreize schaffen, um jungen Medizinern die Angst vor der Niederlassung und den damit verbundenen Kosten zu nehmen, so Pinkowski. Hinzu komme, dass sich immer mehr jüngere Mediziner für Teilzeitarbeit entschieden.

dpa