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Politik Neue Gewehre für Hessens Polizei im Anti-Terror-Kampf
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09:39 10.04.2020
Ein Polizeibeamter präsentiert ein G38-Gewehr. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Hintergrund für neue Ausrüstung waren Terror-Anschläge wie auf die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" 2015 in Paris, bei denen die Angreifer mit Sturmgewehren um sich geschossen hatten. Auf diese neue Art der Bedrohung reagierte die Landesregierung mit einer robusteren Ausstattung für die Sicherheitskräfte sowie einem intensiveren Training für die Notintervention.

Die Kosten für die neuen Gewehre inklusive Zubehör belaufen sich auf rund 7,6 Millionen Euro. Es würden aber noch Finanzmittel für mögliche weitere Beschaffungen zur Verfügung stehen, erklärte das Innenministerium. Der Auftrag wurde dem Hersteller Heckler & Koch Mitte 2019 erteilt.

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Die Einsatztrainer für die neuen Waffen werden nach Angaben des Ministeriums bereits geschult. Danach beginne das Training für die Polizeibeamten und schließlich Schritt für Schritt die Einführung der Waffen in den Dienststellen der hessischen Polizei. Ein Teil der G38-Gewehre werde zudem an die hessische Polizeiakademie für Ausbildungs- und Trainingszwecke geliefert.

Die schwarz-grüne Koalition investiert in diesem Jahr rund 1,8 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt in die Ausrüstung der Polizei. Neben den neuen Mitteldistanzwaffen wurden nach Angaben des Ministeriums auch 2400 ballistischen Schutzpakete für Notinterventionsteams, weitere 1000 Körperschutzausstattungen, 10 000 ballistische Schutzwesten mit integriertem Stichschutz sowie 10 000 Schnittschutzschals speziell gegen Angriffe mit Messern oder Stichwaffen angeschafft.

dpa

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