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Politik Netzwerk will Lokalpolitiker bei Hass-Vorfällen beraten
Mehr Hessen Politik Netzwerk will Lokalpolitiker bei Hass-Vorfällen beraten
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15:18 16.06.2020
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Marburg

Die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke habe auch der breiten Öffentlichkeit die großen Gefahren des Rechtsextremismus vor Augen geführt sowie die konkreten Bedrohungen, denen viele Politiker auch im Lokalen ausgesetzt seien, teilte das Netzwerk am Dienstag in Marburg mit.

Anfeindungs- und Bedrohungssituationen nehmen demnach auch in hessischen Städten und Gemeinden und gegen kommunalpolitisch Verantwortliche zu. "Wir haben gesehen, wir müssen diese Zielgruppe eigens ansprechen", sagte Reiner Becker, der Leiter des Demokratiezentrums im "Beratungsnetzwerk Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus". Es gebe dort "spezifische Bedarfe". Der Mitteilung zufolge geht es unter anderem um Hilfe bei akuten Fällen, aber auch um präventive Maßnahmen. Das Netzwerk berät seit 2007 Schulen, Eltern, Kommunen, Vereine oder Gewalt- und Diskriminierungsopfer.

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Lübcke war im Juni 2019 auf der Terrasse seines Wohnhauses mit einem Kopfschuss getötet worden, am Dienstag begann der Prozess gegen zwei Angeklagte vor dem Oberlandesgericht Frankfurt. Die Ermittler gehen von einer rechtsextremistischen Motivation für die Tat aus.

dpa