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Politik NPD in mehreren Parlamenten: Aber deutliche Stimmenverluste
Mehr Hessen Politik NPD in mehreren Parlamenten: Aber deutliche Stimmenverluste
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05:20 25.03.2021
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Frankfurt/Marburg

"Die NPD hat recht deutlich Stimmen verloren, auch in ihren einstigen Hochburgen", sagte Reiner Becker, der Leiter des Demokratiezentrums Hessen an der Uni Marburg, der Deutschen Presse-Agentur. Die NPD sei "trotz eines doch enormen Aufwands in Sachen Wahlkampf für eine solch kleine Partei alles andere als erfolgreich gewesen".

Nach dem ersten Trendergebnissen hatte die NPD in zwei Orten zunächst ein zweistelliges Ergebnis geholt. Der Stimmenanteil schrumpfte im Lauf der Auszählung dann. Laut dem vorläufigen Ergebnis der Kommunalwahl holte die NPD in Altenstadt (Wetteraukreis) 8,5 Prozent der Stimmen und drei Sitze nach 10,0 Prozent und vier Sitzen bei der Wahl 2016. In Leun im Lahn-Dill-Kreis kam die Partei auf 6,2 Prozent (2016: 11,2 Prozent) und zwei Sitze (2016: 3), in Büdingen auf 2,6 Prozent (10,2) und einen Sitz (4) sowie in Wetzlar auf 1,2 Prozent und einen Sitz nach 7,7 Prozent und 5 Sitzen im Jahr 2016.

Je einen Sitz holte die NPD in den Kreistagen von Lahn-Dill und Wetterau. Auf Landesebene kam sie dem vorläufigen Ergebnis zufolge auf 0,1 Prozent. Den Stimmenrückgang erklärte der NPD-Landesverband auch damit, dass potenzielle Wähler beim Urnengang zu Hause geblieben seien.

Beim Wahlergebnis falle ein Zusammenhang ins Auge, sagte Experte Becker weiter. "Dort wo die AfD angetreten ist, hat die NPD Stimmen verloren." Zum Teil hätten aber Protagonisten der NPD - Mitglieder des Parteivorstandes etwa - gute Ergebnisse erzielen können, zum Beispiel in Altenstadt. Bei der Partei "muss man immer die Protagonisten mitdenken. Das ist immer - in Anführungszeichen - ihr "Erfolgsrezept" in Hessen", erläuterte Becker.

© dpa-infocom, dpa:210325-99-961157/2

dpa